Wir reden kein Blech......wir reden über Blech. Fachbegriffe gehören dazu. Wir haben Ihnen hier ein nützliches Lexikon zusammengestellt, das die wichtigsten Begriffe im Zusammenhang mit dem Thema BLECH beleuchtet.Fehlt etwas? Haben Sie etwas zu ergänzen? Schreiben Sie gerne eine Email an SPI! |
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Abkanten
Biegen, wobei die geradlinige Biegekante einen relativ kleinen Biegeradius aufweist. Das Biegen von Blechen (auch 'Abkanten' genannt) wird im Prinzip durch das Umklappen eines Flächenteils gegenüber dem verbleibenden Flächenteil einer Blechtafel bewirkt. Je nach den zur Anwendung kommenden handwerklichen Werkzeugen oder industriellen Verfahren und Maschinen sind relevante Ausprägungen am Werkstück wie Biegekante, Biegewinkel oder Biegeradius mehr oder weniger exakt definiert und reproduzierbar. Zum massgenauen Bearbeiten ist dabei die Biegeverkürzung miteinzuberechnen und die Blechabwicklung vorzuplanen. Abrasiv-Wasserstrahlschneiden Wasserstrahlschneiden mit einem dem Wasserstrahl zugesetzten Abrasivmittel. Abwicklung Darstellung der ebenen Ausgangsform (Platine) eines Werkstücks, aus der durch Umformen ein dreidimensionales Teil entsteht. Abwickeln von schräg angeschnittenen Rohren ... das geht: SPI Blech Software zeigt bei der Abwicklung von schräg angeschnittenen Rohren die innere und die äußere Kontur an. Achse (Bewegungsachse) Antrieb längs einer Linearachse oder um eine Drehachse. 2- und 3- Achsenmaschinen haben üblicherweise 2 bzw. 3 Linearachsen, während 5-Achsenmaschinen 3 Linear und 2 Drehachsen aufweisen. Adjustage Einrichtungen und Arbeitsvorgänge, die den Stahlerzeugnissen nach der Formgebung das gewünschte Aussehen geben (Richten, Schneiden, usw.). Arbeitsgas Gas, das einen Bearbeitungsprozess unterstützt. Es wird zum Beispiel eingesetzt zum Entfernen des geschmolzenen Werkstoffs aus der Schnittfuge, zur Erzeugung der exothermen Reaktion bei brennschneidfähigen Werkstoffen, zum Kleinhalten der Plasmawolke beim Schweißen. Arbeitsebene Als Arbeitsebene wird die XY-Ebene des lokalen Arbeitskoordinatensystems bezeichnet. Einige Funktionen von SPI BLECH Software beziehen sich direkt auf diese Arbeitsebene. Anderen Funktionen dient diese Arbeitsebene zur Vereinfachung der Koordinateneingabe bzw. zur Festlegung einer Orientierung. In der Regel sollte die Arbeitsebene immer auf einer Fläche des Blechkörpers liegen, wobei die Z-Richtung von der Blechoberfläche wegzeigt. Ausklinken Herausschneiden von Flächenteilen an einer inneren oder äußeren Umgrenzung von Werkstücken längs einer an zwei Randstellen offenen Schnittlinie. Hat in der modernen Blechverarbeitung an Bedeutung verloren. Auslegermaschine Maschine mit einem bewegbaren Bearbeitungsknopf an einem Ausleger, der nur an einer Seite von dem Maschinenrahmen geführt wird. Austenitische Stähle Mangan- oder nickellegierte Stähle. Mn und Ni erweitern den Bereich des Austenits. Das kfz-Gitter (kfz = kubisch flächenzentriert) bleibt auch nach dem Abschrecken bei Raumtemperatur erhalten. Durch das Abschrecken werden die Austenitischen Stähle nicht härter sondern weicher. Sie erreichen dadurch hohe Dehnungswerte und sind gut umformbar. Austenitische Stähle sind nicht magnetisierbar. Zu ihnen zählen die nichtrostenden Chrom-Nickel-Stähle, die Mn-legierten verschleißfesten sowie die amagnetischen Stähle. AutoAnalysis Funktion der SPI Software: Sobald Sie dem CAD Bauteil ein Material aus der SPI Materialdatenbank zugewiesen haben, brauchen Sie sich um die Eigenschaften und das Verhalten im Biegeprozess keine Gedanken mehr zu machen. Das Programm überprüft die zulässigen Operationen und meldet auftretende Inkonsistenzen (z. B. "Material-Überlappungen", "Biegeradius unterschritten"). Automatische Verrundung Funktion der SPI Software: Für die Konstruktion stehen verschiedene Laschentypen zur Auswahl. Die Standardlasche beinhaltet das automatische Verrunden und Freistellen. Die Option "scharfkantig" beschleunigt die Konstruktion in den Fällen, in denen keine Rundungen gewünscht werden. AutoProfile Funktion der SPI Software: SPI erzeugt automatisch 3D Solids aus beliebigen 2D Profilen, die auch entlang eines Pfades oder als umlaufendes Profil erzeugt werden können. |
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Band-Gießanlagen
Kontinuierlich arbeitende Anlagen zum endabmessungsnahen Gießen von Stahl. Dünnes Band (Vorband 15-50 mm, Band < 15, Dünnband < 5 mm) wird in diesen Anlagen direkt aus der Schmelze hergestellt. Die Verfahren arbeiten mit ein oder zwei Rollen. Prinzipiell lassen sie sich in zwei Kategorien einordnen: 1. Typ: Die Schmelze erstarrt auf einer einzigen Rolle; als Produkt erhält man ein 1-2 mm dickes Blech. 2. Typ: Die Schmelze erstarrt zwischen zwei Rollen (Double-Roller); die erreichbare Banddicke liegt - je nach Verfahren - zwischen 1 und 6 mm. Bandblech Aus Warmbreitband geschnittenes Blech, vorwiegend in Dicken bis 15 (max. 20) mm. Bandstahl kaltgewalzt Kaltgewalztes Band (Dicken im allgemeinen = 3 mm) Aus Warmbreitband durch Kaltumformen hergestelltes Flacherzeugnis, das durch Kaltwalzen eine Querschnittsverminderung um mind. 25% erfahren hat und nach Durchlaufen der Fertigwalze bzw. nach dem Beizen oder kontinuierlichen Glühen zu einer Rolle (Coil) aufgewickelt wird. Es wird unterschieden: Kaltbreitband; das ist kaltgewalztes Band mit einer Walz- und Lieferbreite von = 600 mm, Längsgeteiltes Kaltbreitband mit einer Walzbreite = 600, aber einer Lieferbreite < 600 mm, Kaltband mit einer Walzbreite < 600 mm, das nach Ablängen von der Rolle auch als Kaltband in Stäben geliefert werden kann. Als Spezialerzeugnis kaltgewalztes Feinstblech in Rollen zur Herstellung von Weißblech. Bandstahl warmgewalzt Flacherzeugnis mit einem rechteckigen Querschnitt, dessen Breite viel größer als die Dicke ist, hergestellt aus Halbzeug unlegierten oder legierten Stahls. Es wird unmittelbar von der Fertigwalze bzw. nach dem Beizen oder dem kontinuierlichen Glühen zu einer Rolle (Coil) aufgewickelt, so dass die Seitenflächen der Rolle ungefähr in einer Ebene liegen. Warmgewalzter Bandstahl hat im Walzzustand leicht gewölbte Kanten, kann aber auch mit beschnittenen Kanten geliefert werden oder durch Längsteilen (Spalten) eines breiteren Bandes entstehen. Es wird unterschieden: Warmband (Dicken bis zu 20 mm) Warmbreitband mit Breiten = 600 mm, Längsgeteiltes Warmbreitband, warmgewalztes Band mit einer Walzbreite = 600 mm und einer Lieferbreite < 600 mm. Bandstahl, warmgewalztes Band mit Walzbreiten < 600 mm, das nach Ablängen von der Rolle auch als Bandstahl in Stäben geliefert werden kann. Warmbreitband wird zum größten Teil bereits in den Walzwerken durch Querteilen zu Bandblech oder zu kaltgewalzten Flacherzeugnissen (Bandprodukte, Bandstahl kaltgewalzt) weiterverarbeitet. In bestimmten Sorten wird Warmbreitband als Vormaterial für Großrohre mit Schraubenlinien-Naht verwendet. Ein weiterer Teil wird in Servicebetrieben des Handels Kundenwünschen entsprechend quer- und längsgeteilt. Bandstahl wird im wesentlichen zur Herstellung von geschweißten Rohren einschließlich Präzisions-Stahlrohren, als Vormaterial in Kaltwalzwerken, in geringeren Mengen für Gitterroste, Spezialprofile, im Fahrzeugbau und in der EBM-Industrie verwendet. Die Lieferung erfolgt normalerweise in schwarzer Ausführung. Bei Bedarf kann auch gebeizt, blank oder geölt bezogen werden. Baustahl Baustahl gibt es in unlegierter oder legierter Ausführung. Im Bereich der unlegierten Qualitätsstähle zählen alle Sorten mit den Stahlgruppen-Nummern 01 und 91 (allgemeine Baustähle mit einer Zugfestigkeit < 500 N/mm²) bzw. 02 und 92 (sonstige, nicht für eine Wärmebehandlung bestimmte Baustähle mit Zugfestigkeiten < 500 N/mm²) dazu. Bei den unlegierten Edelstählen findet man Baustahl bei den Stahlgruppennummern 11 und 13. Baustahl in seiner Variante als legierter Edelstahl ist ab Stahlgruppen-Nummer 50 zu finden. Bearbeitungsfenster "Bearbeitungsfenster" wird der Teil der Bildschirmfläche genannt, in dem die Geometrieerstellung und -bearbeitung durchgeführt wird. Funktionen / Eigenschaften, die ein CAD-System zum Handling der Bearbeitungsfenster bieten sollte: - Anzahl der verfügbaren bzw. gleichzeitig darstellbaren Bearbeitungsfenster. - Fenster können abgespeichert, verwaltet und aufgerufen werden. - Platzierung, Anordung und Verschiebbarkeit der Fenster - Veränderung der Fenstergröße Funktionen / Eigenschaften zur Manipulation eines Bearbeitungsfensters: - Der Anwender kann eigene Ansichten definieren, die er in separaten Fenstern aufrufen kann. - Festansichten = abgespeicherte Darstellung - Hintergrundbild und -farbe des Fensters - Ansichtsfunktionen (Zoom-, Pan-Funktionen, Raster, Hilfslinien, Koordinatensymbole) sind verfügbar - Funktionen zur Fenstermanipulation können unabhängig von Bearbeitungsfunktionen durchgeführt werden - die Ansichtsfunktionen können stufenweise oder dynamisch ausgeführt werden Bemaßung Bemaßung ist eine Ergänzung der geometrischen Information. In der Regel handelt es sich um eine Beschriftung in einer Zeichnung, die einen Längen-, Winkel- oder Kreisabstand bzw. ein Winkelmaß bezeichnet. Bemaßungselemente Bemaßungselemente im CAD-Programm sind die Komponenten, aus denen sich eine Zeichnungsbemaßung zusammensetzt: Maßtext, Maßlinie, Maßhilfslinie, Maßlinienendsymbole (z. B. Pfeil). In einigen CAD-Programmen wird die Bemaßung aus (unabhängigen) Elementen (wie Linie, Kreisbogen, Text) zusammengesetzt. Bei anderen Systemen ist Bemaßung ein spezieller Elementtyp. Wünschenswert ist aber auf jedem Fall , dass die Einstellungen und Darstellungsattribute jedes einzelnen Bemaßungselementes vom Anwender definiert und abgeändert werden können. Beispiele für Bemaßungselemente: - Maßlinien - Maßhilfslinien (Aus-/ Einblenden, Winkel,..) - Maßlinienbegrenzung (versch. Pfeile, Schrägen, Punkte,...) - Zusatzsymbole (Durchmesser, Gewinde,...) - Mittellinien - Text - Oberflächenzeichen (verschiedene Systeme) - Schweißsymbole - Toleranzangaben (automatsch in Abhängigkeit d. Toleranzfeldes) - Form- und Lagetoleranzen - Klammermaße Bemaßungsart Bemaßungsarten: - Abstandsbemaßung (horizontal, vertikal) - Parallelbemaßung - Differenzbemaßung - Kettenbemaßung - Winkelbemaßung - Radienbemaßung - Durchmesserbemaßung - Koordinatenbemaßung - Bemaßung von Standardelementen (Teilkreisbemaßung) - Toleranzbemaßung Bemaßung, Editieren von zu den Funktionen zum Editieren von Bemaßungen zählen: - Neuplatzieren (Verschieben) der Bemaßung - Verändern der Bemaßungsattributen/ einstellungen (Textgröße, Orientierung,...) - automatisierte Bemaßungsanordnung - Hinzufügen, Verändern und Entfernen von Zusatzangaben bei Maßtexten (Durchmesserzeichen, Toleranzangaben) Beschichten Überziehen von Stahlblech mit Zink, organischen Materialien, Lacken oder Folien, vornehmlich zur Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit. Beschreibungsmodell in 2D Das 2D-Beschreibungsmodell umfaßt linien- und fächenorientierte Geometrieelemente der Ebene. Bei der Geometriedefinition geht der Konstrukteur/ Zeichner im Prinzip so vor wie am konventionellen Zeichenbrett. Das 2D-Beschreibungsmodell eines Teils setzt sich aus unabhängigen Projektionen der dreidimensionalen Realität zusammen. Die Verknüpfung der Projektionsansichten erfolgt in der Regel noch durch die menschliche Interpretation. D. h. einem 2D-CAD-System ist es nicht möglich, die einzelnen Ansichten und Schnitte auf Konsistenz zu überprüfen. Biegefestigkeit Festigkeitswert, der besonders bei spröden Werkstoffen (Grauguß) ermittelt wird. Der Probestab liegt mit beiden Enden auf und wird in der Mitte belastet. Für die Abnahme ist die Biegefestigkeit unverbindlich. Biegekanten/ Biegekantenpaar/ Knickkanten Funktion der SPI Software: Die Kanten am 3D-Blechkörper, die bei scharfkantig angesetzten Laschen den "Knick" bilden, werden als Biegekanten, Biegekantenpaar oder auch als Knickkanten bezeichnet. Biegelinie Bei einer Biegelinie handelt es sich um die Ansatzgerade, auf die das Schwert der Biegemaschine positioniert wird. Sie liegt normalerweise in der Mitte der Biegezone eines Bleches. Bei der Generierung der Abwicklung werden auf Wunsch die Biegelinien ebenfalls erzeugt. Biegen Umformen eines festen Körpers, wobei der plastische Zustand im Wesentlichen durch eine Biegebeanspruchung herbeigeführt wird. Beim Biegen von Blechen mit einem Stempel und einer Matrize (Gesenk) unterscheidet man das Freie Biegen, das Gesenkbiegen, das Prägebiegen und das Drei-Punkt-Biegen. Biegeradius/ Runderadius Der Biegeradius ist als der innere Radius der Biegezone einer gerundeten Lasche definiert. Er darf einen Wert größer oder gleich Null annehmen. Der Wert Null hat dabei eine spezielle Bedeutung: Bei Angabe von Null für den Biegeradius wird der in der Materialverwaltung eingetragene Minimalradius als Biegeradius verwendet. Biegetabelle Funktion der SPI Software: Die Biegetabelle liefert eine editierbare Liste mit der gesamten Information der Biegelinien. Die Biegetabelle liefert auch die Länge der Biegelinie. Die editierbare Liste kann für die Festlegung der Biegefolge verwendet werden. Biegezone Der Bereich, der beim Abkanten (Biegen) verformt wird, heißt Biegezone. Am 3D-Blechkörper sind dies die Rundungsbereiche (Zylinder- und Kegelabschnitte). In der Abwicklung können die Biegezonenbegrenzungslinien auf Wunsch dargestellt werden. Biegezonenkanten Die Kanten am 3D-Blechkörper, die einen Biegebereich (Biegezone) vom benachbarten Bereich trennen, werden auch als Biegezonenkanten bezeichnet. Bildschirmdarstellung der Elemente Die Art und Weise der Bildschirmdarstellung von grafischen Elementen hängt ab von der Möglichkeit zur - Definition von Views (Ansichten) - Darstellung von mehreren Linienarten - Darstellung von mehreren Linienstärken - Darstellung von mehreren Farben - Ein-/Ausblenden von Rastern/ Gittern - Ein- und Ausblenden von Element(gruppen) - Einblenden von verschiedenen Z-Ebenen - unterschiedlichen Flächendarstellung - unterschiedlichen Volumendarstellung Bildschirmfunktionen Zu den Bildschirmfunktionen eines CAD-Systems zählen: Ansichtsfunktionen: - Zoomfunktion - Ausschnittdarstellung - Scroll-Funktion - Pan-Funktion - Clipping-Funktion - Z-Clipping-Funktion Darstellungsmöglichkeiten der Elemente in den Bearbeitungsfenstern: - Ein-/Ausblenden von Rastern/ Gittern - Ein- und Ausblenden von Element(gruppen) - Einblenden von verschiedenen Z-Ebenen - Definition von Views (Ansichten) - Darstellung von mehreren Linienarten - Darstellung von mehreren Linienstärken - Darstellung von mehreren Farben Blankstahl ...wird aus warmgewalztem, seltener aus geschmiedetem Stahl hergestellt und weist eine blanke, glatte Oberfläche sowie eine wesentlich größere Maßgenauigkeit auf als warmgeformte Stahlprodukte. Prinzipiell können alle Stahlsorten blankbehandelt werden. Automatenstahl wird fast ausschließlich in blanker Ausführung geliefert. Gezogener Blankstahl wird in verschiedenen Querschnittsformen durch Ziehen auf Ziehbänken spanlos hergestellt, nach dem Ziehen gerichtet, in dünneren Abmessungen auch zu Ringen aufgewickelt. Das Ziehen bewirkt gleichzeitig eine je nach Dicke mehr oder weniger tiefgreifende Kaltverfestigung. Geschälter Blankstahl mit ausschließlich rundem Querschnitt wird aus gewalztem oder geschmiedetem Stabstahl nach dem Richten durch Schälen spanend hergestellt und anschließend ggf. druckpoliert. Dabei werden die Schälriefen weitgehend geglättet und die Randschicht geringfügig verfestigt. Geschliffener Blankstahl ist ein gezogener oder geschälter Blankstahl, der durch Schleifen eine noch bessere Oberflächenbeschaffenheit und eine noch höhere Maßgenauigkeit erhalten hat. Die Bedeutung der Maßgenauigkeit für Blankstahl, der vorwiegend für Maschinenteile ohne weitere Oberflächenbearbeitung Verwendung findet, wird durch die Festlegung von Passungen nach ISO in den Maßnormen unterstrichen. Blech Unter herkömmlichem Blech versteht man ein flach gewalztes Produkt mit einer rechteckigen Form und einer Dicke von mehr als 0,20 mm. Über diese Mindestdimension hinaus können Bleche unterschiedliche Grössen und Dicken aufweisen. Der Oberflächengestaltung sind keine Grenzen gesetzt. Bleche können beschichtet oder von Walzen mit einem Muster versehen werden und weiter können auch Löcher integriert werden. Bleche mit einer Dicke von zwischen 3 und 6 mm werden in der Fachsprache auch "Shates" genannt. Wird meist in Tafeln mit standardisierten Maßen geliefert. Blech Shelling Funktion der SPI Software: Verwenden Sie die Blech Shelling Funktion dazu, dünnwandige Blechkörper aus Vollkörpern abzuleiten. In Kombination mit dem SPI Befehl "Virtuelles Schlitzen" erzeugen Sie komplizierte Blechteile. Schlitzattribute können auch auf ebene Flächen (Plateaus) angewendet werden. Blechformate Kleinformat: 1000×2000mm, auch als Normaltafel bezeichnet Mittelformat: 1250×2500mm, auch als Mitteltafel bezeichnet Großformat: 1500×3000mm, auch als Großtafel bezeichnet Darüber hinaus sind folgende Abmessungen Standardformate, die in Deutschland lagerhaltig verfügbar sind: Breite x Länge in mm 2000 x 6000 / 8000 / 12000 mm 2500 x 6000 / 8000 / 12000 mm 3000 x 6000 / 8000 / 12000 mm 3500 x 7000 / 14000 mm 4000 x 12000 / 16000 mm Die technischen Möglichkeiten, Stahlbleche herzustellen, enden heutzutage ungefähr bei den Abmessungen 4500 * 20000 mm. Diese technischen Möglichkeiten noch weiter auszureizen oder zu entwickeln macht zum heutigen Stand auch nicht allzu viel wirtschaftlichen Sinn, weil man sonst entweder Stückgewichte herstellt, die nicht mehr wirtschaftlich zu transportieren sind oder man Formate erhält, die nicht aus einem Stück benötigt werden. Blechkörper Ein konstruierter 3D-Solid, der eine konstante Dicke aufweist und dem Blechkörperdaten wie Material, Blechdicke und Kantpresse zugeordnet sind, wird als Blechkörper bezeichnet. Dabei muss die zugeordnete Blechdicke der Dicke dieses Körpers entsprechen. Blechkörperdaten/ Materialdaten Als Blechkörperdaten werden die Werte für Materialart, Blechdicke und Kantpresse bezeichnet, die einem Blechkörper zugeordnet worden sind. Die dadurch festgelegten Blecheigenschaften beeinflussen sowohl die Konstruktion als auch die Abwicklung des Körpers. Manchmal werden die Blechkörperdaten auch als Materialdaten oder Blech-Attribute bezeichnet. Ein 3D-Blechkörper, der mit den SPI BLECH bearbeitet werden soll, muss diese Blechkörperdaten besitzen. Blechtechnologie Funktion der SPI Software: SPI unterstützt Sie mit zahlreichen blechtypischen Design Features z.B. "Lasche mit automatischer Rundung und Freistellung", Dehnen und Stauchen des Körpers oder einzelner Laschen, freier Wahl des Biegewinkels, Abwicklung auch scharfkantig konstruierter Teile, Blech Shelling, Lofting, Freiformflächen, und vielem mehr - speziell ausgerichtet auf die Konstruktion von Blechteilen und Baugruppen. Box Funktion der SPI Software: SPI stellt Ihnen einen Befehl für die schnelle Erstellung von Blechboxen bereit. Ausgehend von einer geschlossenen Kontur geben Sie Höhe und Öffnungswinkel der Laschen ein. Das Programm erzeugt dann an allen Randkanten identische Laschen. Einzelne Laschen können, falls erforderlich, gelöscht werden. Die Ecken werden zwar geschlossen dargestellt, sind jedoch intern so vorbereitet, dass die Abwicklung ohne weitere Änderung generiert werden kann. Typische Anwendungsfälle: Gehäuse für elektronische und elektro-mechanische Bauteile und Fassadenbleche. Brammen Um Bleche, die ein fertiges Walzwerksprodukt sind, herstellen zu können, benötigt man sog. Brammen, die im Blockguss oder Stranggussverfahren hergestellt werden können. Brammen sind neben Knüppeln und Blöcken die erste feste Formgebung von Stahl nach der flüssigen Herstellung. Branchenspezifische Anwendungen Branchenspezifische Anwendungen sind Spezialprogramme für die die verschiedenen Ingenieurdisziplinen: Maschinenbau/ Mechanische Konstruktion - Entwicklung und Entwurf - Berechnung - Konstruktion - Fertigung - Dokumentenverwaltung Stahlbau/ Architektur und Bauwesen - Entwurfsplanung - Genehmigung - Ausführungsplanung, Detail- und Fertigungszeichnungen - AVA (Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung) - Visualisierung Anlagenbau - Verfahrensfließbilder - Rohrleitungs- und Instrumentierungsdiagramme - Rohrleitungskonstruktion und Isometrieen - Aufstellungspläne - Apparatelisten - Dokumentenverwaltung Vermessungswesen - Vermessung - Kartographie - Rasterdatenverarbeitung - Datenbankanwendung Elektrotechnik - Stromlaufpläne - Klemmenlisten, Stücklisten Elektronik - Schaltplanerstellung Die Anwendungen werden als eigenständige fachspezifische Anwendung oder als Ergänzung (Modulbausteine, Plug Ins) zu Standard-CAD-CAE-Programmen angeboten. Brennschneiden Thermisches Schneidverfahren, bei dem die Schnittfuge entsteht, indem der Werkstoff an dieser überwiegend verbrannt wird und die entsehenden Produkte von einem Sauerstoffstrahl ausgeblasen werden. Je nachdem, ob die Energie durch eine Brenngas-Sauerstoff-Flamme, durch einen Laserstrahl oder durch einen Plasmastrahl zugeführt wird, unterscheidet man zwischen autogenem Brennschneiden, Laser-Brennschneiden und Plasma-Brennschneiden. |
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C-Rahmen
Maschinenrahmen, der in etwa die Form eines "C" hat. CAD (Computer Aided Design) Konstruieren mit Hilfe eines Computers, wobei der Bildschirm als Zeichenbrett dient. In der Blechverarbeitung ist das 3-dimensionale Konstruieren Standard. Ein CAD-Software-Modul für Blechbearbeitung muss die branchenspezifischen Probleme, die bei der Konstruktion und Fertigung in diesem Bereich auftreten, berücksichtigen. Spezialisierte CAD-Systeme unterstützen die Blechteilmodellierung durch: - 3D-Flächenmodellierung - Umwandlung vorhandener Volumenkörper in Blechteile - Generierung von Blechteilen in einem definierten Abstand zu bestehenden Flächen - Erzeugung von Blechabwicklungen - Festlegung von notwendigen Biegungen Die CAD-Software muss also die Technologie des Fertigungsprozesses berücksichtigen sowie spezielle, branchenspezifische Funktionen besitzen. CAD-Anwendungsprogramm Ein CAD-Anwendungsprogramm ist ein EDV-Programm, das den Anwender bei der Arbeit in Entwicklung, Konstruktion und Arbeitsvorbereitung- also bei Berechnungsaufgaben, bei der Informationsbereitstellung, beim Zeichnen, beim rechnerunterstützten Entwurf, ... unterstützt. Im engeren und landläufigen Sinn handelt es sich bei einem CAD- Anwendungsprogramm um ein Zeichnungsprogramm für technische Anwendungen. Die Abgrenzung zu anderen Zeichenprogrammen liegt also in der Bereitstellung von Funktionen und Eigenschaften, die die speziellen Anforderungen der technischen Berufe berücksichtigt. CAD-Datenformat Ein zunächst nur in der gedanklichen Vorstellung des Konstrukteurs vorhandenes reales Objekt wird in eine Datenstruktur gebracht, die von einem EDV-Programm verarbeitet werden kann. Dieses mathematische Datenmodell wird dann in einen binären Code überführt (=Maschinensprache), der in Form einer Datei zusammengefaßt auf einem Rechner abgespeichert werden kann. Die Codeform= Datenformat unterscheidet sich von CAD- zu CAD-Programm, da jeder Hersteller andere Kriterien für diese festlegt. CAD-Integration Integration von CAD und andere DV-Anwendungen eines Unternehmens: Früher stellte CAD ein abgeschlossenes System dar (d. h. CAD lief auf spezieller Hardware, oftmals in eigenen Netzwerken unter dem Betriebssystem UNIX und wurde von speziell ausgebildeten Mitarbeitern bedient). Heutzutage ist aufgrund der nun vorhandenen Standards und Schnittstellen ein vielfacher Austausch mit anderen Programmsystemen und auch fachfremden Anwendungen möglich und im Sinne eines durchgängigen Workflows im Unternehmen von großer Bedeutung. Ein großer Fortschritt bei der Integration von CAD in die DV-Umgebung eines Unternehmens wurde durch die Portierung vieler CAD-Programme auf die Windows-Betriebssysteme erreicht. Ein wichtiger Aspekt bei der Integration von CAD ist auch die einheitliche Arbeitsoberfläche von CAD-System und anderen Programmen. Neben dem Austausch von Daten zwischen CAD-Systemen muß der Datenfluß zu und von anderen technischen Anwendungen (wie z. B. NC- oder QS-Systeme), ERP- Systemen aber auch den Bürokommunikationssystemen reibungslos funktionieren. Damit CAD-Systeme in die übrige DV-Umgebung eines Unternehmens eingebunden werden kann, müssen die beteiligten Programme über geeignete Datenformate bzw. Datenkonverter und Programmierschnittstellen verfügen. CAD-Zusatzfunktionen CAD-Zusatzfunktionen sind Funktionen, die das CAD-Programm neben allgemeinen Geometriefunktionen ergänzen- insbesondere Funktionen zur Zeichnungsableitung und zum Datenmanagement. CAM (Computer Aided Manufacturing) Fertigung von Produkten mit Unterstützung von Computern, die Steuerungs- und Überwachungsaufgaben übernehmen. In der modernen Blechverarbeitung Standard. CNC-Steuerung NC-Steuerung, wobei ein Rechner (C= Computer) wesentliche Aufgaben übernimmt, die zur Vereinfachung der Bedienung und Erhöhung der Genauigkeit dienen. CNC- gesteuerte Maschinen sind in der modernen Blechverarbeitung, vor allem beim Lasern, Stanzen und Biegen, nicht mehr wegzudenken. Coil Bandförmiges Halbzeug aus Metall, das zu einer Rolle aufgewickelt ist. |
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Datenaustausch
Da sich CAD-Programme im internen Aufbau und in der Zielsetzung unterscheiden, ist auch der Aufbau der Zeichnungsdateien verschieden. Daraus folgt, dass Dateien, die mit einem CAD-Programm erstellt wurden, mit einem anderen zumeist nicht aufgerufen bzw. weiterbearbeitet werden können. Ein verlustfreier Datenaustausch zwischen unterschiedlichen CAD-Systemen kann nicht erreicht werden, da bei der Konvertierung zwischen Quell- und Zielsystem immer Informationsverluste auftreten: Die Schnittstellen (neutralen Datenformate), über die der Informationsaustausch stattfindet, decken nur Teile der Geometriedefinitionen der beteiligten CAD-Systeme ab. Da die verschiedenen CAD-Systeme unterschiedliche mathematische Beschreibungen und Definitionen verwenden, muß bei Flächen oft eine "Neuapproximation" d. h. eine erneute Berechnung durchgeführt werden. Eine Überführung der Parametrisierung von einem System auf das andere ist bis heute nicht möglich. Quell- und Zielsystem haben unterschiedliche Sätze an Elementen. Dateiverwaltungssystem Gesichtspunkte, die für ein Programm hinsichtlich der Dateiverwaltung wichtig sind: - Betriebssystem - Möglichkeit mehrere Dateien gleichzeitig zu öffnen - programmeigenes Dateimanagement (Vergabe von Dateiattributen) - Verwaltungsfunktionen: - Datei (Modell, Zeichnung) erzeugen - holen - ändern - löschen Dauer(schwing)festigkeit ist der um eine Mittelspannung schwingende maximale Spannungsausschlag, den eine Probe beliebig oft aushält, ohne dabei unzulässige Verformung oder Bruch zu erfahren. Wird die Dauerschwingfestigkeit überschritten, kommt es (besonders bei erhöhten Temperaturen) zu einem Anstieg der bleibenden Formänderung, dem Kriechen. Desoxidation Verfahren zur Entfernung von überschüssigem Sauerstoff (aus Frischprozess) aus Stahlschmelzen. Der Sauerstoffgehalt ist dabei so weit abzusenken, dass die Erstarrung ohne Blasenbildung abläuft. Desoxidiert wird in der Pfanne oder im Elektro-Lichtbogen-Ofen. Man unterscheidet Desoxidation über die Gasphase, Fällungsdesoxidation (durch Zugabe von Elementen, deren Sauerstoffaffinität größer ist als die des Eisens; hierzu zählen Mg, Mn, Si, Al, C, Ca), Diffusionsdesoxidation, auch in Kombination mit synthethischen Schlacken. Dialogformen Unter dem Begriff "Dialogform" versteht man die Art und Weise, mit der ein Anwender mit einer EDV-Anwendung (interaktiv) kommunizieren kann. Hierzu zählen: - Kommandosprache (Befehle, Befehlskürzel,...) - Funktionswahl durch Zeigegerät (Mouse, Stift, Puck, Lichtgriffel) am Bildschirm - Funktionswahl durch Zeigegerät (Stift, Puck) auf dem Tablett - Funktionsauswahl durch Funktionstasten - Spracheingabe/ -ausgabe - Skizzieren - (Makros) - Programmsteuerug über Gesten - Handschrifterkennung Dialogorientierte Kommandosprache Für eine dialogorientierte Kommandosprache sind u. a. folgende Kriterien von Bedeutung: - Sprachstruktur - Befehlsvorrat - Systematische Abkürzungen - Assoziation zwischen Inhalt der Befehle und Abkürzungen - Einheitliche Form aller Sprachelemente - Ähnlichkeit mit der natürlichen Sprache des Anwenders - Eindeutigkeit der Wortsymbole - Einheitliche Parameterliste - Erweiterung des Befehlsvorrat durch den Anwender Downcycling ist die Aufarbeitung von Abfällen zu neuen Werkstoffen mit Qualitätseinbußen im Vergleich zum Ausgangsmaterial. Draht Draht ist ein Erzeugnis mit meist rundem Querschnitt. Durch Warmwalzen von Knüppeln erhält man den Walzdraht. Er wird hinter dem Walzgerüst spiralförmig zusammengelegt. Will man dünne Drähte (< 5 mm Durchmesser) haben, so wird der Durchmesser in Ziehereien durch Kaltumformung noch weiter reduziert. Das (Draht-)Ziehen eignet sich auch zur Herstellung von Drähten mit besonderen Anforderungen an die Oberfläche. Der Querschnitt kann kreisförmig sein (Runddraht) oder halbrund, oval, quadratisch, recht-, sechs- oder achteckig. Gewalzter Draht hat Dicken von etwa 5 bis über 30 mm, gezogener Draht von 13 mm bis herunter zu den kleinsten Durchmessern. Draht kann aus allen Stahlsorten hergestellt werden. Von größtem Einfluss auf seine Festigkeitseigenschaften sind die Kaltverformung und Wärmebehandlung. Das Glühen verbessert die Schmiegsamkeit (Blumendraht, Drahtgeflecht), das Härten die Festigkeit (Schirmstangen, Kratzendrähte), das Vergüten und Patentieren die Festigkeit und Zähigkeit (Sprungfedern und Seildraht). Auch Betonstahl-Matten und Bewehrungsdraht und ein Teil der Spannstähle, soweit nach der Herstellung aus Walzdraht oder gezogenem Draht bestehend, sowie Maschinendraht, Drahtseile, Stacheldraht usw. rechnen zu Draht im vorstehenden Sinne. Drei-Punkt-Biegen Patentiertes Gesenkbiegeverfahren eines Maschinenherstellers. Biegen mit einem Stempel und einer Matrize, wobei der Stempel das Werkstück um zwei Auflagepunkte an der Matrize biegt, bis die Biegekante des Werkstücks auf einem dritten Punkt in der Matrizenmitte aufliegt. Wird in der Blechverarbeitung angewandt, um Werkstücke mit hoher Genauigkeit zu erzeugen. Drücken Umformen eines Blechzuschnittes zu einem Hohlkörper durch Andrücken des Blechzuschnittes gegen eine Drückform, die mit dem Blechzuschnitt umläuft. Durchsetzfügen Fügen von dünnen Werkstücken, in die ein Schlitz eingeschnitten wird, durch den die zu verbindenden Teile hindurchgedrückt und so zusammengepreßt werden, dass ein Formschluss entsteht. Durchzug erstellen Umformen des Randes eines vorgelochten Blechs zu einem rohrförmigen Ansatz, in dem üblicherweise ein Gewinde geschnitten wird. Ist in der Blechverarbeitung ein übliches Verfahren, um auch in dünneren Blechen brauchbare Gewinde schneiden zu können. |
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Eckausstanzung in der Abwicklung
Funktion der SPI Software: Wenn Sie die scharfkantige Konstruktion als Konstruktionsweg wählen, müssen Sie dabei nicht auf Eckfreistellungen achten. Denn das übernimmt die Software für Sie. Das automatische Setzen von Eckstempeln in der Abwicklung wurde erheblich erweitert. Eckstempel können mit der Werkzeugbibliothek abgeglichen werden. Bereits vordefiniert: Rund, Quadrat, Rechteck, Dreieck, Langloch, spitze Laserecke. Laschen- und Eckfreistellungen können unabhängig voneinander definiert werden. Eckendesign Funktion der SPI Software: Mit den vielseitigen Befehlen zur Eckenausbildung sparen Sie spürbar Konstruktions-Zeit. Ecken (Laschenstöße) werden durch Auswahl verschiedener Typen konstruiert (wählbar und änderbar). Biegewinkel können unterschiedlich sein und sind jederzeit änderbar. Zusätzliche Parameter steuern die Eckfreistellung. Die neue Möglichkeit des virtuellen Auftrennens von Ecksituationen sorgt für eine präzise Abwicklung auch geschlossen konstruierter Boxen. Edelstahl Ist ein Sammelbegriff für diejenigen Stahlsorten, die in einer besonderen Verfahrensweise (Sekundärmetallurgie) erschmolzen wurden, hohen Reinheitsgrad besitzen und gleichmäßig auf die vorgesehene Wärmebehandlung reagieren. Nach der chemischen Zusammensetzung ist zwischen unlegiertem (Stahlgruppen-Nummern 10-18) und legiertem (Stahlgruppen-Nummern 20-89) Edelstahl zu unterscheiden (DIN EN 10 020). Entsprechend ihrem Einsatzzweck unterteilt man in Bau-, Maschinenbau-, Behälter-, Werkzeug-, Schnellarbeits-, Wälzlager-Stähle. Oder man charakterisiert sie durch ihre Eigenschaften: chemisch beständige, nichtrostende, hitzebeständige, hochwarmfeste, schweißgeeignete Stähle, Stähle mit besonderen physikalischen oder magnetischen Eigenschaften oder besonderer Streckgrenze. Eingabemodule/ Ausgabemodule Eingabemodule / Ausgabemodule eines CAD-Systems sind die Software-Schnittstellen zwischen Programm und der Peripherie (Hard- und Software): - Zeichnungausgabe: - Plotten - Visualisierung - Schnittstellen für die Datenübergabe - Übergabe von Informationen zur Geometrieerstellung, -verwaltung - Befehlseingabe - technologische Beschreibung Eingabeformen Benutzerschnittstelle Der Begriff "Eingabeform" beschreibt die Art und Weise wie einem Programm Daten, Parameter, Kommandos übergeben werden. Es ist zu unterscheiden: - Alphanumerische Eingaben mittels der Tastatur - Eingaben über Elemente der grafischen Benutzeroberfläche ( Menüs, Schaltflächen) - Aufskizzieren (Gestiken) - Handschriftliche Eingabe auf Touchscreen oder Tablett - Digitalisierung von Dokumenten (Zeichnungen) in Papierform - Scannen von Zeichnungen - natürliche Spracheingabe - Import von Daten aus anderen Programmen - Übernahme von Daten aus bereits erstellten Geometrieelementen - Übernahme von Größen aus internen Berechnungen Einstechen Herstellen eines Loches durch ein Strahlverfahren (Laser, Wasserstrahl) als Anfang einer zu schneidenden Kontur. Eisenschwamm Festes Produkt der Direktreduktion. Die Reduktion des Erzes im festen Zustand ergibt ein schwammartiges Produkt mit großem Porenvolumen, das noch geringe Anteile von Sauerstoff und Schlacke enthält. Eisenschwamm wird im Elektro-Lichtbogen-Ofen weiterverarbeitet oder auch in der Pulvermetallurgie verwendet. Elektrobleche Mit Silizium (Si) legierte kaltgewalzte Feinbleche in Dicken von etwa 0,20 bis 0,65 mm mit besonderen magnetischen Eigenschaften. Elektrobleche zeichnen sich durch hohe Magnetisierbarkeit im magnetischen Wechselfeld mit geringsten Wattverlusten aus, d.h. sie sind für Energieeinsparung mitverantwortlich. Verwendung in Transformatoren, elektrischen Maschinen und Geräten (magnetische Stahl-Werkstoffe). End-of-the-pipe-Technologie Technologie des Umweltschutzes, mit der am Ende der Prozesskette (beispielsweise beim Abgas oder Abwasser) die Schadstoffabgabe auf den geforderten Wert verringert oder ganz vermieden werden kann. Entgraten Entfernen des, durch spanendes Umformen des Halbzeugs, entstandenen Grat. In der Blechverarbeitung wird der Grat mit spanabhebenden Hilfsmitteln wie z.B. Feilen, diamantbesetzten Schleifscheiben oder Schleifbändern entfernt. Erstellung und Abwicklung von geformten Solids (Lofting) Funktion der SPI Software: Erstellen Sie neue Blechteile durch Übergänge zwischen zwei geschlossenen Profilen. Materialattribute werden automatisch hinzugefügt. Mit Hilfe der Parameter ändern Sie bei Bedarf die Kontur der Profile, die Position der Profile zueinander, die Materialart und die Blechdicke. Das so erzeugte Blechteil, das auch Freiformflächen enthalten kann, wird problemlos abgewickelt. Diese Funktion wird v. a. die Konstruktion von Übergängen von rund auf eckig, konischen Segmentkrümmern und offenen Schütten sehr beschleunigen. |
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Falzen
Fügen durch Umformen, indem Blechteile mit vorbereiteten Rändern ineinandergelegt oder -geschoben werden und durch Umlegen der Ränder einen Formschluß erhalten. Der bekannteste Falz ist der Pittsburghfalz. Feedback/ Voransicht Viele Funktionen von SPI BLECH, die den Blechkörper verändern, stellen ihr Ergebnis in einer Voransicht dar, bevor die Operation am Blechkörper wirklich durchgeführt wird. Diese Voransicht wird auch als Feedback bezeichnet. Sie dient dem Anwender zur Kontrolle seiner eingegebenen Parameterwerte. Feinblech Blech mit einer Blechdicke von 0,35 bis maximal 3,0 mm. Es handelt sich um warm oder kalt fertiggewalztes Blech, das meist für Umformzwecke benutzt wird. Je nach der Stahlsorte können diese Feinbleche auch verzinnt, verzinkt, verkupfert, vernickelt, lackiert, emailiert oder kunststoffoberflächenbeschichtet sein. Feinbleche werden aus Bändern geschnitten oder als Coil geliefert. Ausnahme bilden Feinbleche mit besonderen Anforderungen an die Textur, die deshalb in wechselnden Richtungen umgeformt werden müssen.Feinbleche werden nach Güte, Grundgüte, Ziehgüte, Tiefziehgüte und Sondertiefziehgüte unterschieden.An Feinbleche werden besondere Anforderungen gestellt. Feinstblech Blech mit einer Blechdicke von weniger als 0,5 mm. Handelsübliche Haushaltsalufolie zählt z.B. zu den Feinstblechen. Feuerfeste Werkstoffe ist der Oberbegriff für keramische Werkstoffe mit hohem Schmelz- bzw. Erweichungspunkt, hoher Temperatur-Wechselbeständigkeit und guter chemischer Beständigkeit. Je nach den thermischen, chemischen und mechanischen Beanspruchungen, denen sie standhalten müssen, verwendet man tonerdereiche Steine, Schamotte, saure oder basische Erzeugnisse, Tondinas, Kohlenstoffsteine, Silika und Sondererzeugnisse. Feuerfeste Erzeugnisse kommen in Form von Mauersteinen, Formsteinen, Stampf- oder Spritzmassen zum Einsatz. Feuerverzinken Gehört zu den Schmelz-Tauchverfahren und dient zur Oberflächenveredelung von Stahl. Bei Temperaturen zwischen 440 und 465°C wird ein Zinküberzug auf die Stahloberfläche aufgebracht. Dies geschieht durch Eintauchen des Stahls in Bäder aus Zink oder Zinklegierungen. Um Reoxidation zu vermeiden, muss jegliche Berührung mit Luftsauerstoff während des gesamten Prozesses ausgeschlossen werden. Unlegierte und niedriglegierte Stähle eignen sich grundsätzlich zum Feuerverzinken. Flachbearbeitung Bearbeitung von ebenen Werkstücken mit einer Maschine, die eine zweiachsige Bewegung ausführt (2D-Bearbeitung). Flächenmodell Ein Flächenmodell ist eine Art der Modellbeschreibung in einem CAD-System: Die Beschreibung des abzubildenden Bauteiles erfolgt mit Hilfe von mathematisch exakt definierbaren Flächen (Ebenen = mathematische Gleichungen ersten Grades, Quadriken = Gleichungen zweiten Grades (Zylinder- Kegel-, Ellipsoid-, Hyperboloid- u. Paraboloidflächen)) oder Freiformflächen (z.B. NURBS-, Coons-, Bezier- und B-Splineflächen) . Flächenorientiertes Grundelement Flächenprimitive. Neben den linienförmigen Elementen und den Volumenkörpern gibt es aus Sicht des CAD-Systems flächenförmige Primitive. Flachstahl Flachstahl entsteht durch das Warm- und Kaltwalzen von Brammen und gegebenenfalls weitere Schritte. Im engeren Sinne versteht man hierunter Stahlblech mit einer Dicke von unter 30 mm, das hauptsächlich in der Fahrzeug- und Hausgeräteindustrie verwendet wird. Freies Biegen Biegen, wobei die Endform des Werkstücks weitgehend unabhängig von der Form der Biegewerkzeuge ist. Freiformflächen Erzeugen Sie Abwicklungen von einzelnen Freiformflächen - auch solchen, die zu Solids gehören, welche keine Blechteile repräsentieren. Typische Anwendungsfälle sind Teilabwicklungen von tief gezogenen Blechen und Komponenten, die durch Folgeverbundwerkzeuge hergestellt werden. Frischen Entfernung des überschüssigen Kohlenstoffs aus flüssigem oder glühendem Eisen durch Einleiten von Sauerstoff. Das Frischen mit reinem Sauerstoff beschleunigt die Verfahren der Stahlherstellung und führt zu besseren Stahlsorten. Bei den modernen Sauerstoff-Blasverfahren (LD, LD/AC, OBM, TBM, MRP etc.) bildet das Sauerstoff-Frischen den Kern des Verfahrens, im Lichtbogen-Ofen wird die Sauerstofflanze nur zur Beschleunigung des Frisch- und Einschmelzvorganges und somit als eine Ergänzung des Verfahrens eingesetzt. Fügen Verbinden von zwei oder mehr Werkstückteilen geometrisch bestimmter fester Form durch Schweißen, Nieten, Schrauben, Walzen, Löten, Kleben usw. |
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2D-Geometriedefinition
Die 2D-Geometriedefinition umfaßt alle Funktionen und Eigenschaften eines CAD- Systems zur Erzeugung von Geometrien in einer Ebene. Bei der Geometriedefinition geht der Konstrukteur/ Zeichner im Prinzip so vor wie am konventionellen Zeichenbrett. Die verschiedenen Ansichten eines Teils sind unabhängige Modelle der Realität im Rechner. Die Verknüpfung erfolgt in der Regel noch durch die menschliche Interpretation. D. h. dem 2D-CAD-System ist es nicht möglich, die einzelnen Ansichten und Schnitte auf Konsistenz zu überprüfen. Der Grundvorrat an Elementen, der bei der 2D-Geometriedefinition zur Verfügung steht, umfaßt linien- und fächenorientierte Geometrieelemente der Ebene. 3D-Geometriedefinition Die 3D-Geometriedefinition umfaßt alle Funktionen und Eigenschaften eines CAD-Systems zur Erzeugung von Geometrien im Raum. Die 3D- Geometriedefinition unterscheidet sich grundlegend von der konventionellen Arbeit mit der 3-Tafelprojektion am Zeichenbrett. Der 3D-Konstrukteur muß sich nicht auf die Darstellung eines realen Teils in den Projektionsansichten konzentrieren, sondern er modelliert sein Abbild der Wirklichkeit mit Flächen und Körpern. Der Grundvorrat an Elementen, der bei der 3D-Geometriedefinition zur Verfügung steht, umfaßt neben den linien- und fächenorientierten Geometrieelementen der Ebene auch räumlich gekrümmte Linien und Flächen, sowie Volumenkörper. 3D-Geometriemodell Das 3D-Beschreibungsmodell umfaßt neben linien- und fächenorientierten Geometrieelementen der Ebene, die auch im 2D-Beschreibungsmodell vorkommen, auch räumlich gekrümmte Linien und Flächen, sowie Volumenkörper. Während im 2D-Modell nur jeweils zwei Koordinaten (z. B. x und y) eines Punktes innerhalb der Konstruktionsgeometrie exakt definiert sind und die dritte Koordinate durch den Betrachter zugeordnet werden muß, ist im 3D-Beschreibungsmodell jeder Punkt exakt beschrieben. Geometrisch inkonsistente Modelle sind daher in der Regel nicht möglich. Die im Vergleich zum 2D-Modell qualitativ höherwertige Geometriebeschreibung erlaubt eine vielfältige Weiterverarbeitung im Produktionsprozess. Geometrieerstellung in 2D CAD-Programme müssen über leistungsfähige Funktionen zur Geometriedefinition verfügen, die auf die Bedürfnisse beim Konstruieren abgestimmt sind. Die Geometriedefinition muss auf verschiedene Art und Weise möglich sein. So sollte eine Gerade zum Beispiel nicht nur durch ihre Endpunkte definiert werden können, sondern alternativ auch als Winkelhalbierende, Tangente, Parallele etc. Je mehr Varianten dem Konstrukteur dabei zur Verfügung stehen, desto komfortabler lässt sich das Programm bedienen. Im Vordergrund steht die exakte Beschreibung eines Bauteils oder einer Baugruppe. Deshalb verfügen die CAD-Programme über Möglichkeiten zur Eingabe von exakten Koordinaten sowie über Hilfsmittel zur exakten Lokalisierung von bereits definierten Konstruktionspunkten (Fangfunktionen für End-, Mittel-, Schnittpunkte, ...) Als Ergänzung zu den Standardfunktionen für die reine Geometrieerstellung sollten dem CAD-Anwender technologische, fachbezogene Funktionen (Fase, Abrundungen, Evolvente, Schraffur, ...) zur Verfügung stehen. Geometrieerstellung in 3D Einige Aspekte, die für Funktionen in der 3D-CAD-Konstruktion wichtig sind: - verschiedene Definitionsmöglichkeiten der Grundelemente - Berechnung von Schnittpunkten zwischen allen Grundelementen - Berechnung von Schnittkurven - Bool´sche Operationen mit beliebigen Grundelementen - Verknüpfung von linienorientierten Grundelementen - automatisch erzeugte Schnitte eines 3D-Modells - beliebige Lage des Schnitts (gerade, winkelig, abgesetzt) - Assoziativät zwischen Schnitt und Modell - automat. Verrundung zwischen zwei linienorientierten Elementen - automat. Verrundung zwischen zwei flächenorientierten Elementen - automat. Verrundung zwischen zwei volumenorientierten Elementen - automat. Verrundung zwischen Fläche und Volumen - automat. Verrundung zwischen analytisch beschreibbaren und blbg. Elementen - variabler Verrundungsradius - globale und lokale Änderung von beliebigen Kurven - automatische Kantenverrundung an Volumina - Glätten von analytisch nicht beschreibbaren Flächen - automatische Äquidistantenermittlung - topologietreue Änderungen - automatische Prüfung der Vollständigkeit von Volumenmodellenn. Gesenkbiegen Biegen, wobei das Werkstück durch einen Biegestempel in ein Biegegesenk gedrückt wird. Grafische Benutzeroberfläche Über die Software-Komponente "Grafische Benutzeroberfläche" erfolgt die Interaktion des Anwenders mit dem System (Programm / Maschine) über grafische, metapherhafte Elemente (Schreibtisch, Symbole, Menüs). Der Zusatz "grafisch" drückt dabei aus, dass die Programmsteuerung überwiegend mit Hilfe eines Zeigegeräts (Maus, Stift, …) erfolgt- statt mit der Tastatur (wie bei einer textbasierten Benutzeroberfläche). Symbole, Menüs und Steuerelemente sind Elemente der "Grafischen Oberfläche". Durch deren Manipulation (Anwählen, Ändern, …) mit der Maus werden Funktionen ausgelöst, Eigenschaften festgelegt oder Einstellungen vorgenommen, Eingabedaten an das Programm übergeben usw. Eine "Grafische Benutzeroberfläche" wird u. a. durch folgende Punkte charakerisiert: - Standards (Windows/ XWindows/ AppleOS/ ...) - Aussagekraft der Befehlssymbole - Größe und Aufbau von Funktionspaletten - intuitive Bedienung - Menü-/Symbolleistenform - Hierarchisch / nur eine Ebene - In der Größe anpaßbar - Kontextmenüs (z. B. durch rechte Maustaste) - Fly-Out-Menüs - Popup-Menüs - Tear-Off-Menüs / andockbar Ergänzt werden kann die oben beschriebene Interaktionsform durch die Programmsteuerung über Gesten, die mit dem Stift, der Maus, dem Finger oder einem anderen Zeigeinstrument auf einer berührungsempfindlichen Eingabefläche (z. B. Tablett oder Bildschirm) vollführt werden. Gichtgas (Hochofen-Gas) Brennbares Gas, das aufgrund seines beträchtlichen Stickstoffgehaltes nur einen niedrigen Heizwert aufweist. Es wird am oberen Schachtende des Hochofens - der Gicht - abgezogen. Die Hochofen-Anlage rezykliert die Gichtgas-Menge, um den Wind zu fördern (Antrieb der Kompressoren) und zu erwärmen (Aufheizen der Winderhitzer). Der Rest dient der Energieerzeugung, der Beheizung von Glüh- und Wärmöfen oder als Unterfeuerungs-Gas der Koksöfen. Gießen Urformen des flüssigen Rohstahls, d.h. Überführen in einen erstarrten Zustand. Dies kann mit Hilfe von Kokillen oder im Stranggieß-Verfahren geschehen. So entstehen Blöcke, Brammen und Knüppel, die nachfolgend in einem Umformverfahren (Walzen, Schmieden) in eine definierte geometrische Form gebracht werden. Urformen von flüssigen Metallen und anderen Werkstoffen mit Hilfe von Gießformen, die dem Werkstoff eine genau definierte Form, oft schon endgültige Form verleihen (Gusseisen, Gussstücke). Glühen Nennt man die Wärmebehandlungen, mit denen man Werkstoffeigenschaften verändern kann. Zunächst erfolgt eine Erwärmung des Stahles auf bestimmte Temperaturen, gefolgt von einer bestimmten Haltezeit und anschließendem Abkühlen. Die Temperaturen für die verschiedenen Glüharten richten sich nach dem C-Gehalt und den Legierungs-Bestandteilen. Man unterscheidet: 1. Spannungsarm-Glühen. Innere Spannungen, die beim Abkühlen eines Werkstücks auftreten, werden mit diesem Glühverfahren abgebaut. 2. Rekristallisationsglühen. Hier wird der Stahl über seine Rekristallisationstemperatur hinaus erwärmt, damit eine Umbildung des Kristallgitters stattfinden kann. Diese Wärmebehandlung kommt vorwiegend nach starker Verformung zum Einsatz. 3. Weichglühen stellt einen - für die Weiterverarbeitung günstigen - weichen Zustand her. Dabei werden auch Zementhitteilchen kugelig eingeformt. 4. Normalglühen stellt ein gleichmäßiges und feinkörniges Gefüge mit Perlitanteilen ein. 5. Grobkorn-Glühen dient zur Erzielung eines groben Korns. Hierdurch wird die Spanbarkeit verbessert. 6. Diffusionsglühen ermöglicht die Beseitigung örtlicher Konzentrationsunterschiede. Grat Von der Bearbeitung herrührendes, meist scharfkantiges Material, das an der Unterseite des Werkstücks anhängt. . In der Blechverarbeitung wird diese im Allgemeinen unerwünschte Erscheinung mit Handschleifer oder maschinell mit Bürsten und Schleifen entfernt. Grobblech Blech mit einer Dicke von 3 mm und mehr. Grobblech wird in praktisch allen unlegierten und legierten Stahlsorten geliefert. Maßnorm DIN EN 10029 (früher DIN 1543). Grenzabmaße der Dicke sind seit dieser Normung eingeteilt in vier Klassen: A (unteres Grenzabmaß von der Nenndicke abhängig), B (unteres Abmaß einheitlich - 0,3 mm), C (unteres Abmaß 0) und D (symmetrisch zum Nennwert verteilte Grenzabmaße in Abhängigkeit von der Nenndicke). Grundelemente in 2D 2D-Grundelemente sind die kleinsten (graphischen) Einheiten aus denen sich das 2D-Beschreibungsmodell zusammensetzt. Grundelemente in 3D 3D-Grundelemente sind die kleinsten (graphischen) Einheiten aus denen sich das 3D-Beschreibungsmodell zusammensetzt. Gusseisen In Form gegossenes Eisen mit 2 bis 4% Kohlenstoff - der überwiegend als Graphit bzw. Temperkohle vorliegt -, das keiner Umformung mehr unterworfen wird. |
H |
Halbzeug
Vorgefertigtes Ausgangsmaterial wie Bleche, Profile, Stangen, Rohre, Gußrohlinge, Schmiedestücke, das zu einem Endprodukt fertig bearbeitet wird. Hämatit Roteisenerz (Fe2O3); weist einen hohen Fe-Gehalt auf. Die typische Rotfärbung wird durch das Eisen(III)-oxid hervorgerufen. Die Verbindung des Eisens mit dem Sauerstoff ist locker, so dass der Hämatit als "leicht reduzierbar" gilt. Härte Widerstand, den ein Werkstoff einer Verformung entgegensetzt. Die Härte erlaubt Aussagen über die Festigkeit eines Werkstoffs. Man ermittelt sie mit verschiedenen Härtemessverfahren. Härten Wärmebehandlung - bestehend aus Austenitisieren und schnellem Abkühlen - mit dem Ziel der Martensitbildung. 1. Die Umwandlungshärtung ist nur bei Werkstoffen möglich, die beim Abkühlen die a-Umwandlung durchmachen (gilt also nicht für austenitische oder ferritische Stähle). Voraussetzung für eine Härtesteigerung ist die Anwesenheit von mind. 0,2% Kohlenstoff, der im Gamma-Eisen gelöst ist, bei schneller Umwandlung aber nicht mehr ausdiffundieren kann und das Ferritgitter verspannt. Weil die Beweglichkeit des Kohlenstoffs in unlegierten Stählen größer ist als in manchen legierten (Mn, Cr, Ni) Stählen, muss unlegierter Stahl mit größerer Abschreckgeschwindigkeit in Wasser abgekühlt werden. Demgegenüber wird legierter Stahl in Öl bzw. an Luft abgekühlt. Die vom Härten herrührenden Spannungen werden durch Anlassen gemildert. 2. Die Ausscheidungshärtung benutzt das temperaturabhängige Lösungsvermögen des Eisengitters für gewisse Fremdatome. Gesättigte Mischkristalle werden abgeschreckt und scheiden bei Raumtemperatur überschüssige Fremdatome, die nicht mehr gelöst werden können, aus. Diese verspannen das Gitter und führen so zu einer Festigkeitssteigerung. 3. Die Kalthärtung ist eine Begleiterscheinung der Kaltumformung. Sie entsteht durch die Gleitvorgänge im Gefüge und durch die Verformung und Verspannung der Kristallite. Hochofen Schachtofen zum Verhütten von aufbereitetem Eisenerz zu flüssigem Roheisen. Der Hochofen arbeitet nach dem Gegenstromprinzip. Anders ausgedrückt: Die Charge (bestehend aus Erz, Möller, Zuschlägen und Koks) wird von oben - meist über eine Drehschurre - aufgegeben. Ihr strömt der Wind entgegen, der in den gichtgasbeheizten Winderhitzern vorgewärmt wurde, und der über die unten ringförmig über den Ofenquerschnitt angeordneten Blasformen eingeblasen wird. Als Reduktionsmittel dient Koks. Ein Teil des erforderlichen Kokssatzes kann durch andere Kohlenwasserstoff-Träger ersetzt werden (Schweröl, Altkunststoffe). Je nach der Beschickung (Möller) und der Art des Betriebes kann man im Hochofen verschiedene Roheisensorten oder auch Ferrolegierungen erzeugen. Ein Ofen bleibt viele Jahre in Betrieb (Ofenreise). Hochofen und Stahlwerk bilden meist eine Werkseinheit. Leistung und Wirtschaftlichkeit eines Hochofens lassen sich durch größere Ofeneinheiten, automatische Beschickung, Möller-Aufbereitung, hohe Heißwind-Temperatur, sauerstoffangereicherten Wind oder Gegendruck an der Gicht steigern. Nebenerzeugnisse des Hochofens sind Gichtgas und Hochofen-Schlacke. Hybrid-Maschine Werkzeugmaschine, die zwei unterschiedliche Kennzeichnungsmerkmale aufweist- zum Beispiel wenn die zweiachsige Vorschubbewegung durch die einachsige Bewegung des Werkstücks erzielt wird. |
I |
Industrielaser
Für den industriellen Einsatz geeigneter Laser mit einer Leistung von mehr als 500 Watt. Inertes Schutzgas Reaktionsträges Gas, das sich an gewissen chemischen Reaktionen nicht beteiligt. Insbesondere Edelgase zeigen, auf Grund der Tatsache, dass ihre Außenschalen vollständig mit Elektronen besetzt sind, diese Reaktionsträgheit. Das am häufigsten eingesetzte Edelgas ist Argon. Inertes Schutzgas wird beim Lichtbogenschweißen (z.B. MIG Schweißen, WIG Schweißen) eingesetzt. Innenhochdruck-Umformen Beim Innenhochdruck-Umformen wird das Ausgangsmaterial (Hohlkörper oder Blechplatinen) in ein axial oder radial geteiltes Werkzeug eingelegt und hydraulisch allseits geschlossen. Ein Stempel dichtet das Bauteil ab und führt das Innenwirkmedium (meist Öl oder Wasser) zu. Durch den Aufbau des Innendrucks wird das Ausgangsbauteil an die Innenkontur des Werkzeugs angeformt. Nach dem Aufblas-, Stauch- und Expandiervorgang, der je nach der Steuerungs- und Verfahrenstechnik die Qualität und Produktionsmenge bestimmt, werden die Außenwerkzeuge entlastet, geöffnet und das fertige Bauteil wird entnommen. Alle Werkstoffe mit einem ausreichenden Form-Änderungsvermögen, besonders alle kaltumformbaren Werkstoffe, die auch beim Tiefziehen oder Fleißpressen Anwendung finden, können nach diesem Verfahren bearbeitet werden. |
J |
Jominy-Probe
Teststück für die Ermittlung der Einhärtbarkeit im Stirn-Abschreckversuch nach W. E. Jominy (DIN 50191). Der Probestab hat einen Durchmesser von 25 mm und ist 100 mm lang. |
K |
Kaltband
Kaltreduziertes Flachprodukt in Breiten bis zu 2000 mm und Dicken von 0,35 bis ca. 4 mm bei Qualitätsstahl. Die Vorteile kaltgewalzter Bänder im Vergleich mit Warmband liegen in der besseren Oberflächenqualität, geringere Toleranzen und dünneren Abmessungen. Kaltwalzen Umformverfahren, das im Anschluss an das Warmwalzen oder Bandgießen erfolgt. Das Walzgut wird im Walzspalt des Kaltwalzgerüstes durch Aufbringen von hohem Druck zwischen zwei Rollen auf eine vorgegebene Dicke reduziert. Tandem-Kaltbandstraßen für Qualitätsstahl bestehen aus bis zu fünf eng hintereinander angeordneten Walzgerüsten. Die Abgrenzung gegenüber dem Warmwalzen erfolgt durch die Temperatur. Beim Kaltwalzen liegt die Walztemperatur immer unterhalb der Rekristallisationstemperatur, was immer ein anschließendes Glühen erforderlich macht. Kantenmodell "Kantenmodell" ist eine Art der Modellbeschreibung in einem CAD-System: Die Beschreibung eines Bauteiles erfolgt über Kanten (Strecken, Kegelschnitte, Freiformkurven) und Punkte. Ein reines Kantenmodell verzichtet im 3D-Bereich auf die Erfassung anderer als gerader Kanten und nähert solche Kanten, die eigentlich gekrümmt sind, durch Polygonzüge an, da zur räumlichen Bestimmung von einem Kreis und Kreisbogen eigentlich dessen Ebene angegeben werden müßte. Kiemen Herstellen von Umformungen, wobei das Werkstück ein Stück weit eingeschnitten wird und einseitig bis zu dem Einschnitt verformt wird (zum Beispiel Herstellung von Lüftungsschlitzen). Kohlenstoffstähle Andere (unkorrekte) Bezeichnung für unlegierte Stähle, d.h. Stähle ohne weitere Legierungsbestandteile. Koks Hochwertige Kokskohle wird in Koksöfen unter Luftabschluss erhitzt. Dabei werden die flüchtigen Bestandteile der Kohle freigesetzt. Als Produkt erhält man Koks. Dieser Kohlenstofflieferant (Reinheit ca. 97%) wird als Reduktions- und Aufkohlungsmittel bei der Eisenherstellung im Hochofen benötigt. Neben weiteren Funktionen als Wärmelieferant und Staubfilter kommt dem metallurgischen Koks darüber hinaus die wichtige Rolle als Stützgerüst der Beschickung, der so genannten Möller-Säule, zu. Kollisionsüberwachung Funktion der SPI Software: Sobald Sie dem Bauteil ein Material aus der Datenbank zugewiesen haben, brauchen Sie sich um die Eigenschaften und das Verhalten im Biegeprozess keine Gedanken mehr zu machen. Das Programm überprüft die zulässigen Operationen und meldet auftretende Inkonsistenzen (z. B. Material- Überlappungen, Biegeradius unterschritten). Im neuen Release können Sie nicht nur das Material für ein Blechteil umdefinieren, sondern auch die aktuelle Materialstärke verändern. Kombimaschine Werkzeugmaschine für die Ausführung von zwei verschiedenen Fertigungsverfahren. Konen mit Achsdurchführungen Die Abwicklung von Konen mit Achsdurchführungen in Blech Inventor liefert exakte Ergebnisse. In der 2D-Zeichnung werden wie bei schräg angeschnittenen Rohren die innere und die äußere Kontur angezeigt. Kontinuierliches Verfahren (Warmbreitband) Hierbei werden dünnere Brammen von ca. 100 bis 200 mm Dicke auf hintereinandergeschalteten Walzgerüsten (ca. 5 bis 7 Walzgerüsten) auf die erforderliche Dicke (gewöhnlicherweise von 2 bis 15 mm Dicke) heruntergewalzt. Das entsprechende Produkt enthält Längen von mehr als 300 m Länge, die durch Scheren auf die bestellte Länge geteilt oder auf so genannte Coils aufgewickelt werden. Das Warmbreitbandverfahren wird für Breiten von 500 bis 2000 mm Breiten in den oben genannten Dicken verwendet. In gewissen Dickenbereichen kann es durchaus zu Überschneidungen in den Herstellungsverfahren kommen. Beispielsweise kann ein Stahlblech, das eine Abmessung von 10 mm Dicke x 2.000 mm Breite x 12.000 mm Länge besitzen soll, durchaus als kontinuierlich warmgewalztes oder als reversierend gewalztes Produkt hergestellt werden. Koordinatensystem Die Lage aller Konstruktionspunkte muß im CAD-Rechner verwaltet werden können. Dazu werden Koordinatensysteme benutzt. Auch der Anwender arbeitet mit Koordinaten, um seine Konstruktion zu definieren und um mit dem Rechner zu kommunizieren. Man unterscheidet Koordinatensysteme nach verschiedenen Kriterien: 1. zweidimensionale, dreidimensionale 2. kartesische, polare, zylindrische, kugelförmige 3. absolute, relative 4. feste, temporäre 5. systembezogene, benutzerdefinierte Wichtig für den CAD-Anwender ist, dass er ohne Einschränkungen zwischen den verschiedenen Systemen wechseln kann. Korrekturfaktor Funktion der SPI Software: Man kann zur Ermittlung des Korrekturfaktors zwischen verschiedenen Methoden wählen. Die erste Möglichkeit, die Definition von Verkürzungswerten in einer Verkürzungstabelle, wird unter `Verkürzung` näher erläutert. Der zweiten Möglichkeit der Berechnung liegt eine von Ihnen definierte Formel zugrunde, auf deren Basis ein Wert "K" als Korrekturfaktor ermittelt wird. Beachten Sie: Wenn die Verkürzung auf der Basis des K-Faktors ermittelt werden soll, muss auch der entsprechende Parameter im Programm SPI BLECH eingestellt sein. Wenn die Verkürzung auf der Basis einmer Formel ermittelt werden soll, geben Sie im Bereich Berechnungsformeln in das Feld K-Faktor die entsprechende Formel (oder einen Wert) ein. Nach Eingabe einer Formel können Sie einen Formeltest durchführen. Die Formel wird mit den Werten durchgerechnet und das Ergebnis wird angezeigt. Eingabe der Formel für den K-Faktor: Der Berechnung des Korrekturfaktors K kann eine von Ihnen definierte Formel zugrunde liegen, auf deren Basis ein Wert ermittelt wird. K gibt die Lageabweichung der neutralen Faser von der Mittelfaser s/2 an. In der Formel können beliebige Zusammenhänge zwischen den Variablen r, s und w (Biegeradius, Dicke und Öffnungswinkel) gebildet werden. Zusätzlich kann die Auswertung von einer Bedingung abhängig gemacht werden. Beispiel einer Berechnungsformel für Stahl (DIN 6935): Korrekturfaktor K = ? r/s > 5:1 :0.65+0.5*lg(r/s)! Körnen Herstellung von punktförmigen Markierungen, zum Beispiel durch Eindrücken eines spitzen Werkzeugs (Körner) in die Werkstückoberfläche. Kostenschätzung Das integrierte Kostenmodul liefert eine Kalkulation auf Basis des verwendeten Materials, der Anzahl der Biegungen, der Anzahl der Durchbrüche und der Länge der Kontur. |
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Laschenbefehle
Funktion der SPI Software: Laschen können unter beliebigen Winkeln, scharfkantig und gerundet, mit verschiedenen, automatisch generierten Freistellungen erzeugt werden. Wie alle anderen Befehle werden diese Funktionen über benutzerfreundliche Eingabepanel gesteuert. Im Falle der Laschen können Sie u. a. die Länge, Breite, Abstände (Versatz von der Ansatzkante), Biegeradius und -winkel definieren. Die Option "scharfkantig" beschleunigt die Konstruktion in den Fällen, in denen keine Rundungen gewünscht werden. Auch Gehrungslaschen und Umschläge (180 Grad) sind möglich. Lasergas Gas bzw. Gasgemisch, das im Laser-Resonator zur Aussendung der Laserstrahlung angeregt wird. Bei den CO 2 -Lasern handelt es sich um ein Gemisch aus Kohlendioxid, Stickstoff und Helium. Laserschneiden (Laserstrahlschneiden) Thermisches Schneidverfahren, bei dem der Laserstrahl das Material an der Schneidstelle auf Schmelz- oder Verdampfungs-Temperatur erhitzt und mit Hilfe eines Gasstrahls den geschmolzenen oder verbrannten Werkstoff aus der Schnittfuge entfernt. Mit dem Laserschneiden haben sich der Blechverarbeitung völlig neue Möglichkeiten eröffnet, wirtschaftlich filigrane Außenkonturen zu schneiden. Laserschweißen (Laserstrahlschweißen) Schweißen, wobei ein Laserstrahl das Material an der Schweißstelle auf die Schmelztemperatur erhitzt. LD-Stahl Mittels des Linz-Donawitz-Verfahrens (Sauerstoffaufblasverfahren) aus Roheisen erzeugter Stahl. Legierter Stahl Nach ihrer chemischen Zusammensetzung teilt man die Stähle in unlegierte und legierte Stähle ein. Die wichtigsten Legierungselemente sind Al, B, Bi, Co, Cr, Cu. La, Mn, Mo, Ni, Pb, Se, Si, Te, Ti, V, W, Zr. Wenn der Stahl von wenigstens einem dieser Elemente Massenanteile enthält, die einen bestimmten Grenzwert überschreiten, spricht man von legiertem Stahl. Die Grenzmassenanteile betragen 1,65% Mn, 0,5% Si, 0,4% für Pb und Cu, 0,3% für Cr und Ni, 0,1% für Al, Bi, Co, Se, Te, V, W, 0,08% Mo, 0,06% Nb, 0,05% für die einzelnen La, Ti, Zr sowie sonstigen Legierungselemente und schließlich 0,0008% B. Legierung Stahlwerkstoffe mit zusätzlichen metallischen und/oder nichtmetallischen Elementen (z. B. Kohlenstoff, Chrom, Silizium). Lichtbogenschweißen Schweißen, wobei das Werkstück durch einen von einer Elektrode ausgehenden Lichtbogen erhitzt wird. Die Elektrode kann auch als Schweißzusatz verwendet werden. Linienorientiertes Grundelement Zu den linienorientierten Elementen von CAD-Systemen zählen zum Beispiel die Gerade, der Kreisbogen, Kurven,... , die als Basis für komplexere Geometrieelemente (Polygone, Mehrfachlinien,...) dienen. Durch geometrische Operationen können aus den Grundelementen Flächen und Volumen erzeugt werden. Luftbiegen Gesenkbiegen, wobei das Biegeergebnis im Wesentlichen von der Eintauchtiefe des Stempels in die Matrize abhängig ist. Ein sehr wirtschaftliches Verfahren und deshalb in der Blechverarbeitung sehr verbreitet. Luppen Nahtlose Rohre, die als Vormaterial für die Herstellung von nahtlosen Präzisrohren verwendet werden. |
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MAG (Metall-Aktivgasschweißen)
MAG (Metall-Aktivgas)- Schweißen ist ein Lichtbogenschweißverfahren. Bei diesem Schweißverfahren wird über eine Drahtelektrode ein Lichtbogen erzeugt. Dabei wird sowohl die Schweißstelle, als auch die Drahtelektrode auf Schmelztemperatur erhitzt. Der "abtropfende" Schweißdraht verbindet sich mit dem Schweißgut und bildet die Schweißnaht aus. Während des Schweißvorgangs wird aus einer Düse ein aktives Schutzgas (z.B. CO2) zugeblasen. Das Aktivgas umschließt die Schweißstelle wie eine Art "Schutzglocke" und schirmt so die Schweißnaht gegen unerwünschte Sauerstoffeinflüsse ab. Magnetit Fe3O4, ein Eisenerz, das einen hohen Gehalt an Eisen aufweist. Im Magnetit sind die Eisen- und Sauerstoffatome sehr fest miteinander verbunden; Magnetit gilt daher als "schwer reduzierbar" . Martensit Feinnadriges, sehr hartes und sprödes Gefüge. Es entsteht beim Abschrecken von Austenit mit derart hohen Abkühlgeschwindigkeiten, dass dem Kohlenstoff keine Zeit zur Diffusion aus dem Gitter bleibt. Beim Erwärmen ( Anlassen) geht Martensit schließlich bei hohen Temperaturen (bis 720°C) und langen Glühzeiten (bis 10h) in Ferrit mit eingelagertem kugeligem Zementit über. Materialverwaltung Funktion der SPI Software: In der Materialverwaltung werden die für die Konstruktion und Abwicklung notwendigen Materialparameter verwaltet, damit sie im CAD-System zur Verfügung stehen. Die Pflege dieser Daten erfolgt über den "Material-Editor", ein vom CAD-System unabhängiges Modul, das auch als "Materialverwaltung" bezeichnet wird. Maschine mit fliegender (bewegter) Optik Laserbearbeitungsmaschine, bei der das Werkstück festliegt und der Bearbeitungskopf die Arbeitsbewegung ausführt. Maschinenrahmen (Gestell, Maschinenständer) Feststehender Teil einer Maschine zur Führung und Halterung von bewegbaren Spanneinrichtungen für Werkzeug und Werkstück. Microjoints Kleine Verbindungsstege, die ein auszuschneidendes Teil bei der weiteren Tafelbearbeitung halten und zur Entnahme des Teils leicht von Hand getrennt werden können. MIG (Metall-Inertgasschweißen) Lichtbogenschweißen, wobei die Schweißstelle gegen die Atmosphäre durch ein eigens zugeführtes inertes Schutzgas abgeschirmt wird. Ist in der Blechverarbeitung das am meisten verbreitete Schweißverfahren. Minimaler Biegeradius Die Materialien unterscheiden sich neben dem Verhalten der neutralen Faser auch hinsichtlich ihrer Sprödheit. So ist z.B. Aluminium spröder als Stahl. Das hat zur Folge, dass der Biegeradius, der gerade noch keinen Sprödbruch hervorruft, für Stahl unter gleichen Randbedingungen kleiner ist als der für Aluminium. Für den minimalen Biegeradius werden allgemein empirische Werte genommen.Der minimale Biegeradius ist von den beiden Komponenten Öffnungswinkel und Materialdicke abhängig. Die Definition erfolgt in der Tabelle minimaler Biegeradius. In der Praxis wird zwischen den Werten nicht interpoliert, da die Biegeradien an den Abkantmaschinen diskret eingestellt werden und immer der (sichere) nächst größere Wert für den minimalen Biegeradius gewählt wird. Mittelblech Blech mit einer Blechdicke von 3,00 bis maximal 4,75 mm. Modularität CAD-Anwendungen sind häufig in mehrere Komponenten unterteilt: Auf einen Basismodul setzen Spezialanwendungen und Erweiterungen auf. Diese Module erweitern das Basisprogramm um fachspezifische Funktionen. Modulare Programme bieten auch den Vorteil, dass das System je nach Kenntnissstand und Anforderungen der CAD-Anwender erweitert werden kann. Oder gegenteilig ausgedrückt: Anwender, die nicht die volle Funktionalität benötigen, können sich auf bestimmte Module beschränken. Multi-Processing-Line Anlage, in der mehrere Prozessschritte in einem Durchgang erfolgen, die bei konventioneller Fertigung nacheinander in verschiedenen Aggregaten durchgeführt werden müssen. |
N |
Nachhaltigkeit Die gleichrangige Gewichtung von ökonomischen, sozialen und ökologischen Zielen und ihre vernetzte Betrachtung. Nachhaltige Entwicklung: Eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen. Nachhaltiges Wirtschaften: Übertragung des aus der Forstwirtschaft stammenden Prinzips auf die Gesamtwirtschaft, einem Wald pro Jahr immer nur soviel Holz zu entnehmen, wie in einem Jahr nachwächst. Nachhaltiges Wirtschaften beinhaltet eine gleichrangige Behandlung von ökonomischen, sozialen und ökologischen Faktoren. (engl. Sustainability) NC-Achse Numerisch gesteuerte Bewegungsachse. NC-Steuerung Steuerung zur Ausführung von Bewegungen und Schaltbefehlen, wobei die dafür erforderlichen Daten in verschlüsselter Form eingegeben und von der NC-Steuerung verarbeitet werden. NC Transfer Die berechnete Abwicklung liefert nicht nur die Daten für die Übergabe an z.B. NC-Lasern, -Stanzen, sondern auch die Informationen für Ihre Biegesoftware (spezielle Schnittstellen für TRUMPF, CYBELEC und DELEM) mit der kompletten 3D Information, die für den Umformprozess benötigt wird. near net shape Halbzeug, das weitgehend die Form des Endprodukts hat. Nibbeln Stückweises Abtrennen des Werkstoffes längs einer beliebig geformten Schnittlinie durch fortlaufendes Stanzen von Durchbrüchen mit einem Werkzeug, das größer ist als der Vorschub, um den das Werkstück bei jedem Hub verfahren wird. Dieses Verfahren wird in der Blechverarbeitung auf CNC-Stanzmaschinen angewandt. Nichtrostende Stähle Nichtrostende Stähle weisen eine besondere Beständigkeit gegenüber chemischen Angriffen auf. Das beruht in erster Linie auf ihrem hohen Chrom-Massengehalt, der mindestens 10,5% beträgt. Der Kohlenstoffgehalt ist auf einen Massenanteil von 1,2% begrenzt, um eine Chromcarbid-Bildung zu verhindern. Nichtrostende Stähle zählen zu den legierten Edelstählen. Genauer gesagt handelt es sich um eine große Untergruppe der chemisch beständigen Stähle, die in den Sortennummern 1.40xx - 1.46xx zusammengefasst sind. Sie unterscheiden sich durch ihren Nickel-Massengehalt (Ni ist ein Austenitbildner) und weiterhin durch ihren Mo-Gehalt. So findet man nichtrostende Stähle mit Massengehalten an Ni von weniger als 2,5% bei den Stahlgruppen-Nummern 1.40xx - 1.41xx. Zusätzlich enthalten die Werkstoffe 1.41xx das Legierungselement Mo. Höhere Nickelgehalte (= 2,5%) weisen die nichtrostenden Sorten 1.43xx (molybdänfrei) und 1.44xx (molybdänhaltig) auf. Bisher waren alle nichtrostenden Stähle frei von Sonderzusätzen. Die Nummernklassen 45 und 46 enthalten demgegenüber nichtrostende Sorten mit Sonderzusätzen wie Cu, Nb, W, Ti, aber auch V und Co. Nach ihrem Gefüge unterteilt man in ferritische, martensitische und austenitische Stähle, Duplex-Stähle oder auch Superaustenite. Anwendungsbereiche: Chemische Industrie und Nahrungsmittelindustrie, Hausgeräte-, Medizintechnik, Schiffbau u.a.m. Nickelbasislegierungen Es handelt sich um einen Sammelnamen für eine Reihe von Legierungen, die aus Nickel und anderen Metallen- Cu, Cr, Fe, Mo - bestehen und sich durch besonders hohe Hitze- und/oder Korrosionsbeständigkeiten auszeichnen. Sie sind unter einer Vielzahl von Handelsnamen im Umlauf. Nieten Fügen durch Stauchen eines bolzenförmigen Nietes. |
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Oberfläche
auch: Programmoberfläche, Benutzerschnittstelle Die Programmoberfläche ist die Benutzerschnittstelle eines Programmes. Es handelt sich um den Teil eines Anwendungsprogrammes, den der Benutzer "sieht". Über die Programmoberfläche "kommuniziert" der Anwender mit dem Programm / System. In den meisten Fällen versteht man unter einer Programmoberfläche eine graphische Oberfläche, wie sie zum Beispiel Windows oder das MacOS bereitstellt. Es gibt aber auch andere Benutzerschnittstellen wie zum Beispiel hierarchische Menüs oder Befehlseingabe-orienterte Oberflächen. Oberflächenbeschichtete Stahlerzeugnisse Produkte, die nach bestimmten Verfahren mit einer metallischen oder organischen Oberflächenschicht versehen wurden, zum Beispiel durch Verzinken oder Farbbeschichten. O-Rahmen Maschinenrahmen, der in etwa die Form eines "O" hat. Oberflächenveredelung Korrosionsschutz bei Qualitätsflachstahl durch Beschichten mit metallischen (Zink, Nickel, Aluminium) oder organischen Überzügen (Farbe, Kunststoff). |
P |
Parametrische Biegefunktion
Funktion der SPI Software: Das Kommando biegt ein flaches Blech durch einfache Spezifikation einer Biegelinie. Diese Biegefunktion beinhaltet die Parametrik. Nach Ausführung des Biegevorganges können der Biegewinkel und der Biegeradius parametrisch geändert werden. Materialart und Dicke können ebenfalls verändert werden. Die Funktion berücksichtigt die Biegeverkürzung aus der Materialdatenverwaltung. Nach dem Abwickeln erhält man daher wieder exakt die flache Geometrie. Um die Biegelinie zu definieren, stehen die Optionen "Anklicken von zwei Koordinaten-Punkten", "Anklicken einer vorhandenen Biegelinie in der Abwicklung", "Definition einer offenen Profillinie" zur Verfügung. Parametrisches Modellieren Beim "Parametrisches Modellieren" wird eine Konstruktion von vornherein so aufgebaut, dass maßliche Änderungen später einfach durch Eingabe von neuen Maßen durchgeführt werden. Das CSG-CAD-Volumenmodell ist dafür besonders geeignet und unterstützt so die Varianten- und Änderungskonstruktion. Moderene CAD-Programme stellen Features (=Technisches Objekt) mit eigener Intelligenz und Konstruktionslogik bereit. Aber auch in der 2D-Anwendung gibt es Funktionen die das "Parametrisches Modellieren" besonders unterstützen: Trimmen, Stretchen von Geometrien. Pelletieren/ Pellet Neben dem Sintern das bedeutendste Verfahren zum Agglomerieren feinkörniger Rohstoffe. Feinerzkonzentrat oder feinkörniges Eisenerz wird unter Zusatz von Wasser und Bindemittel auf Pelletiertellern oder in -trommeln zu Kugeln gerollt. Diese Grünpellets besitzen eine Festigkeit (Grünfestigkeit), die gerade ausreicht, um den Transport zum Brennaggregat unbeschadet zu überstehen. Die eigentliche Festigkeit erhalten die Pellets während des nachfolgenden Brennvorgangs. Einsatz finden Pellets im Hochofen oder in Direkt-Reduktionsaggregaten, als Kühl- und Frischmittel im Elektroofen oder Konverter. Pfanne Behälter für den Transport von Schmelzen (Torpedopfanne) oder zur sekundärmetallurgischen Behandlung (Pfannenmetallurgie) von Schmelzen. Plasmaschneiden Thermisches Schneidverfahren mit einem durch einen eingeschnürten Lichtbogen erzeugten Plasmastrahl. Platine Ebenes, zugeschnittenes Teil aus Blech, das durch Umformen weiterverarbeitet wird. Plattieren Aufpressen eines meist edleren Bleches auf ein Grundblech (zum Beispiel für die Herstellung von Münzen). Portalmaschine Maschine mit einem bewegbaren Bearbeitungskopf an einem Querträger, der auf beiden Seiten vom Maschinenrahmen geführt wird. Prägebiegen Gesenkbiegen, bei dem der Stempel das Werkstück mit großem Druck vollständig gegen ein Gesenk presst. In der Blechverarbeitung ist dieses Biegeverfahren wegen seiner großen Wiederholgenauigkeit sehr geschätzt. Präzisrohre Nahtlose oder geschweißte Stahlrohre, die hauptsächlich im Maschinenbau und in der Automobilindustrie verwendet werden. Pressen Zur Umformtechnik zählendes Formgebungsverfahren. Man unterscheidet Blechumformung und Massivumformung. Pressteile aus Blech für den Stahlmöbel-, Fahrzeug- und Flugzeugbau entstehen aus Blechtafeln zwischen formgebenden Gesenkhälften. Das Massivumformen geht von zylindrischen Rohlingen aus, die entweder warm (Formpressen und Strangpressen) oder kalt (Kaltstauchen, Fließpressen) verarbeitet werden. Profile Langstahlprodukte, wie Träger und Spundwand, die primär im Hoch- und Tiefbau respektive Verwendung finden. Profilstahl Geformter Stahl (gewalzt, gezogen, gepresst) mit einem über die ganze Länge gleich bleibenden Querschnitt (Stabstahl, Spezialprofile, Formstahl). |
Q |
Qualitätsstähle
DIN EN 10020 - Begriffsbestimmungen für Einteilung der Stähle - unterscheidet 1. Unlegierte, 2. Legierte Qualitätsstähle. Quartoblech Unabhängig von der Stahlsorte als Einzel- oder kombinierte Tafel im Quartogerüst gewalztes Grobblech im Unterschied zum kontinuierlich gewalzten Bandblech. Quartostraße Anlage zur Herstellung von Grobblech mit einem Quarto-Gerüst (Vierwalzen). Querteilanlage Diese dient zur Herstellung von Tafelblechen aus Breitband und zum Ablängen von Spaltbändern (Spaltband in Stäben). Zwischengeschaltet werden Richtmaschinen und Walkanlagen). Die Querteilanlage steht meist parallel zur Spaltanlage. |
R |
Randflächen
Als Randflächen eines Blechkörpers werden die Flächen zwischen den Seitenflächen bezeichnet. Normalerweise sind Blechkörper senkrecht berandet, d.h. der Winkel zwischen Rand- und Seitenfläche beträgt 90 Grad. Randkanten Die Randkanten sind die Kanten am Blechkörper, die die Randflächen von den Seitenflächen trennen. Rauhtiefe Unterschied zwischen der höchsten und tiefsten Stelle einer Bearbeitungsriefe (Bearbeitungsrille). Je niedriger das Maß der Rauhtiefe ist, desto glatter ist die Oberfläche des bearbeiteten Werkstückes. Recycling Rückführung eines Werkstoffs oder Bauteils in den Fertigungskreislauf zur Herstellung eines neuen Endprodukts. Durch Recycling wird Schrott zum Rohstoff für die Stahlherstellung. Stahl ist wegen seiner hundertprozentigen Recyclierbarkeit ohne jeglichen Qualitätsverlust ein besonders umweltfreundlicher Werkstoff. Das Recycling-Verhalten ist daher eine wichtige Werkstoffeigenschaft. Reduktionsmittel Kohlenstoffträger wie Koks, Kohle oder Heizöl, die im Hochofenprozess zur Umwandlung von Eisenerz (Eisenoxid) zu Roheisen dienen. Referenzdatei Eine Referenzdatei ist eine Zeichnungsdatei, die eine Verknüpfung zur aktiven Zeichnungsdatei besitzt, so dass sie gleichzeitig mit der aktiven angezeigt wird. Die Elemente der Referenzdatei sind nicht in der aktiven Datei gespeichert. In der aktiven Datei ist lediglich ein Verweis auf die "Referenzdatei" vorhanden. Referenzdateien können als "Hintergrundbild" in einer Konstruktion verwendet werden. Arbeiten mehrere Abteilungen einer Firma an einem Projekt, können sich die Konstrukteure Zeichnungen wechselseitig zur Kontrolle referenzieren. Reversiergerüst Umkehrgerüst: Walzgerüst, welches das Walzgut im Hin- und Hergang zwischen den nachstellbaren Walzen formt. Die Anlage besteht aus ein oder zwei Walzgerüsten, von denen mindestens eins mehrere Stiche im Umkehrbetrieb ausführt. Riefe (Rille) Verfahrensabhängige Bearbeitungsspur auf der Schnittfläche. Dabei bestimmt die Rauhtiefe die Qualität der bearbeiteten Oberfläche. In der Metall- und Blechverarbeitung entstehen Riefen z.B. durch Hobel und Stoßen, Schleifen, Feilen etc. Riefennachlauf Horizontales Maß, um wieviel die Riefe an der Werkstückunterseite gegenüber der Werkstückoberseite versetzt ist. Roheisen Ein Vorprodukt der Stahlerzeugung. Roheisen ist gemäß DIN EN 10 001 eine Legierung aus Eisen und mehr als 2 % C. Es kann zudem andere Elemente in gewissen Grenzen enthalten. (Mn < 30, Si < 8 %, P < 3 %, Cr < 10 %, andere < 10 %). Flüssiges Roheisen wird zu Stahl oder Gusseisen weiterverarbeitet. Stahlroheisen lässt sich in phosphorarmen und phosphorreichen Sorten unterteilen. Rohre Grundsätzlich unterscheidet man zwei Kategorien bei der Herstellung von Rohren: Nahtlose Rohre und geschweißte Rohre. 1. Nahtlose Rohre Nahtlose Rohre werden aus vollen, vorgelochten oder vorgebohrten Blöcken oder Knüppeln in warmem Zustand erzeugt. Abhängig von den gewünschten Abmessungen, vom Werkstoff und Verwendungszweck benutzt man verschiedene, meist in zwei Stufen unterteilte Verfahren. Im ersten Schritt entsteht eine kurze, dickwandige Luppe. Im nachfolgenden Arbeitsgang wird sie zum fertigen Rohr gestreckt. 1.1 Verfahren auf Basis des Schrägwalzens: - Schrägwalz-Pilgerschritt-Verfahren für Rohre von 50 bis 660 mm Außendurchmesser: Durch zwei sich gleichsinnig drehende Walzen mit schräg zur Horizontalen und zueinander stehenden Achsen wird ein warmer Rundblock getrieben. Dabei lockert sich im Innern des Rundblocks das Gefüge und reißt auf. Eine Dornstange unterstützt die Wirkung der Walzen und weitet und glättet diesen Hohlraum. Diese Rohrluppe wird über einen Dorn gezogen, dem Pilger-Walzwerk zugeführt und dort unter ständigem Drehen zum Rohr gestreckt. - Kegelwalz-Stopfenwalz-Verfahren für Rohre von 60 bis 324 mm Außendurchmesser: Die schräggestellten Kegel oder Scheiben lochen den Rundblock. Die entstehende Luppe wird im Stopfen-Walzwerk zum Rohr gestreckt. Der Stopfen ist ein feststehender Dorn zwischen einem Kaliber-Walzenpaar. Die Rohrluppe wird in das Kaliber gestoßen, von den Walzen erfasst und über den Stopfen gezogen. Der Vorgang wird so oft wiederholt, bis die geforderte Abmessung erreicht ist. Dabei kann man entweder mit einem Walzkaliber und mehreren, zunehmend dickeren Stopfen arbeiten oder mit einem Stopfen und mehreren, im Durchmesser abnehmenden Kaliberöffnungen, die nebeneinander auf einen Walzenballen geschnitten sind. -Kontinuierliches Verfahren für Rohre von 20 bis 168,3 mm Außendurchmesser: Wiederum wird im Schrägwalzverfahren eine Luppe geformt. Die Luppe wird nach vorn und nach hinten über eine Dornstange gewalzt und dabei so weit gelockert, dass sich das Fertigrohr leicht von der Stange lösen lässt. 1.2 Stoßbank- oder Ehrhardt-Verfahren für Rohre bis ca. 1.500 mm Außendurchmesser: Ein erwärmter Block wird in einer runden Pressform durch einen zylindrischen Lochdorn zu einem dickwandigen Hohlkörper mit Boden gepresst. Dieser Hohlkörper wird mit einer Dornstange auf einer Stoßbank in mehreren kleiner werdenden Kaliberringen oder -rollen zum Rohr gestreckt. 1.3 Rohrstrang-Pressverfahren für Rohre bis ca. 150 mm Außendurchmesser: In einem Arbeitsgang wird aus einem erwärmten Rundblock in einer zylindrischen Pressform mit Matrize ein Rohr hergestellt. 2. Geschweißte Rohre: Ausgangsmaterial ist entweder Bandstahl oder eine Blechtafel. Grundsätzlich sind zwei Ausführungen zu unterscheiden: Längsnahtgeschweißte und spriralnahtgeschweißte Rohre. Rohre mit Längsnaht lassen sich kontinuierlich aus Bandstahl formen, die Naht wird pressgeschweißt. Eine Alternative dazu ist das Fretz-Moon-Verfahren. Bei der diskontinuierlichen Rohrproduktion formt man Blechtafeln mit Hilfe einer Presse oder Dreiwalzen-Biegemaschine zum Schlitzrohr und verschweißt unter Pulver. Spiralnaht-Rohre entstehen, indem man Bandstahl entsprechend wickelt und die Schlitze durch UP- oder konduktives Hochfrequenz- Schweißen fügt. 3. Rohre kleinerer Durchmesser Die Anlagen zur Herstellung nahtloser und geschweißter Rohre können nur gewisse Mindestdurchmesser liefern. Für die Weiteverarbeitung von Rohren zu kleineren Querschnitten gibt es verschiedene Verfahren: Das Rohrziehen mit oder ohne Stopfen, das Rohrreduzieren, Streckreduzieren oder Kaltpilgern. Im Streckreduzier-Walzwerk steht ein Gerüst mit mehreren Walzenpaaren zur Verfügung, die das warme Rohr umformen. Die aufeinander folgenden Walzenpaare arbeiten mit zunehmend gestuften Geschwindigkeiten, so dass das Rohr nicht nur im Durchmesser, sondern auch in der Wanddicke reduziert wird. Das Kaltpilgern arbeitet mit einem Dorn, der einerseits als Gegenhalt für die Wanddicken-Verringerung dient, aber auch Rohrdurchmesser und Querschnittsform bestimmt: Soll das Rohr auf einen kleineren Durchmesser gebracht werden, dann arbeiten die Pilgerwalzen über einem konischen Dorn; wünscht man eine vom Kreisquerschnitt abweichende Innenform, dann wird der Dorn entsprechend profiliert. Das Kaltpilgern steigert die Festigkeit. Es ergibt eine höhere Genauigkeit als das Ziehen und eine bessere Oberflächenqualität. Röhrenrund Im Stranggussverfahren aus Rohstahl hergestelltes Vorprodukt für die Erzeugung von nahtlosen Rohren. Rohstahl Kann in flüssiger oder auch in fester Form vorliegen. In beiden Fällen handelt es sich um ein Roherzeugnis. Im flüssigen Zustand wird er für den Block-, Strang- oder Stahlguss verwendet. Rost ist das Korrosionsprodukt, das bei der atmosphärischen Korrosion von Eisen entsteht. Er besteht aus verschiedenen Eisenoxiden: Fe3O4 bildet sich direkt an der Eisenoberfläche, Fe2O3 als auch FeOOH findet man an der Phasengrenze zur Atmosphäre. Rost hat eine schwarze bis braunrote Farbe und eine lockere, porige Beschaffenheit. Rückfederung Eigenschaft von elastischen Werkstücken, einen Teil der beim Biegevorgang erhaltenen Umformung rückgängig zu machen. Die Stärke der Rückfederung ist abhängig von eingesetzten Material und Werkstoffdicke. In der Blechverarbeitung muss z.B. beim Abkanten und Biegen die Rückfederung des Bleches berücksichtigt werden. Um zum Beispiel ein L-Profil mit einem Winkel von 90° herzustellen, muss die Biegemaschine das Blechbauteil um den Winkel von 90° + d (d > 0) überbiegen. |
S |
Schnittstelle
Aus Sicht der Hardware kennzeichnet eine Schnittstelle die Verbindungsstelle zwischen zwei Baugruppen, Geräten, Systemen. Softwaretechnisch gesehen ist es der Übergang an der Grenze zwischen Programmbausteinen mit den damit verbundenen Regeln für die Datenübergabe. Schweißbarkeit bezeichnet die Möglichkeit, den Stoffschluß an einem Bauteil durch ein schweißtechnisches Fertigungsverfahren herbeizuführen. Die Schweißbarkeit eines Bauteils hängt von der Schweißeignung des Werkstoffs, der Schweißmöglichkeit der Fertigung und der Schweißsicherheit der Konstruktion ab. SCM Supply Chain Management. Unternehmensüberrgreifende Optimierung der Material-, Informations- und Geldflüsse zwischen Lieferanen, dem Unternehmen und den Kunden. SheetMetal Kunstwort. Im Englischen eigentlich sheet metal (in zwei Wörtern) = Blech. Von SPI als Produktbezeichnung (Markenname) genutzt. SPI Steht für den Firmennanmen "SPI Systemberatung, Programmierung, Industrieelektronik". Eine 1980 gegründete GmbH mit Sitz in Ahrensburg. Bekannt als Lieferant der "SPI Blech Software", die für HP ME10, ME30, Applikon, strässle, Catia, AutoCAD, Mechanical Desktop, Autodesk Inventor und SolidWorks entwickelt wurde und weltweite Verbreitung erfahren hat. Entwickklungspartner der Firma TRUMPF, Ditzingen. |
T |
Tailored Blank
Maßgeschneiderte Platine, die aus in der Dicke oder im Werkstoff unterschiedlichen, zusammengeschweißten Blechen besteht. Tailored Blanks sind umformbar und werden entsprechend den speziellen Kundenanforderungen maßgeschneidert. Tandemstraße Anlage, bei der die Walzgerüste hintereinander (Tandem-Anordnung) stehen. Tandem-Kaltbandstraßen bestehen im Allgemeinen aus zwei bis fünf eng zusammengerückten Duo-, Quarto, oder Sexto-Gerüsten, die das Walzgut ein- oder mehrere Male durchläuft. Technologietabelle Sammlung von Bearbeitungs- und Einstelldaten, die in der Steuerung gespeichert vorliegt und zur Erleichterung der Dateneingabe und Datenverwaltung dient. Titan Chemisches Element (Zeichen Ti), Leichtmetall. Durch hohe Festigkeit, niedrigere Dichte und hohe Korrosionsbeständigkeit sind Titan und seine Legierungen für Apparate- und Flugzeugbau wertvoll. Titan ist ein vielverwendetes Legierungsmetall z.B. für stabilisierte Stähle und hochfeste Edelbaustähle. Tiefziehen Umformen eines Blechzuschnittes zu einem Hohlkörper, wobei der Blechzuschnitt durch einen Stempel in eine Matrize gepresst wird und der Rand des Blechzuschnittes durch einen Niederhalter festgehalten wird. Transformation Zu den Transformationsfunktionen eines CAD-Programms zählen folgende Geometrieoperationen: - Verschieben - Drehen - Skalieren (= Vergrößern und verkleinern) - Spiegeln - Sweeping In verschiedenen CAD-Programmen können diese Transformationen miteinander zu komplexeren Operationen verknüpft werden. Trimmfunktionen Verkürzen (oder Verlängern) einer Linien, Bögen oder Kurven (oft bis zum Schnittpunkt mit anderen graphischen Elementen). TRIP-Strahl Abkürzung für 'transformation induced plasticity' (umwandlungsinduzierte Plastizität). Weiterentwicklung der Dualphasenstähle. TRIP-Stähle können entweder höhere Festigkeiten (bis 850 N/mm²) bei vergleichbarer Dehnung oder wesentlich höhere Dehnungswerte bei vergleichbaren Festigkeiten von ca. 600 N/mm² aufweisen. |
U |
Ubergänge von rund auf eckig
Teile mit einem Übergang von rund auf eckig können mit SPI Software problemlos abgewickelt werden. ULSAB/ULSAC/ULSAS Ultra Light Steel Auto Body/Closures/Suspension; gemeinschaftliche Projekte der Stahlindustrie, um gewichtsparende Fahrzeugteile (Karosserie, Türe/Klappen, Fahrwerk) zu entwickeln und damit zur Einsparung von Energie und klimarelevanten Emissionen beizutragen. Umformbarkeit ist die Fähigkeit eines Werkstoffes zur plastischen Formänderung ohne Werkstofftrennungen. Umformen Plastisches Ändern der Form eines festen Körpers, wobei sowohl die Masse als auch der Zusammenhalt beibehalten werden. Umformen bezeichnet auch die Fertigung eines Walzstahl-Fertigerzeugnisses aus einem anderen, z.B. Betonstahl aus Walzdraht. Umformen geschieht durch Druckumformen (Stauchen, Fließpressen, Walzen und Gesenkformen), Zugdruck-Umformen (Durchziehen, Tiefziehen, Drahtziehen, Stabziehen), Zugumformen (Streckziehen, Streckrichten, Rohrziehen, Längen, Weiten, Tiefen), Biegeumformen (freies Biegen z.B. von Betonstahl, von Rohren zu Rohrbogen, Gesenkbiegen, Walzbiegen, Abkanten). |
V |
Vakuumanlage
Aggregat zur Nachbehandlung von Stahl unter stark vermindertem Druck, mit dem sich besonders gute Reinheitsgrade, niedrige Gasgehalte und enge Legierungstoleranzen erzielen lassen. Damit können hohe Qualitätsanforderungen erfüllt werden. Vakuumbehandlung Sammelbegriff für alle unter Vakuum ablaufenden Behandlungen. Die Vakuumbehandlung von Metallen zielt darauf, schädliche Gase aus Schmelzen zu entfernen oder während der Behandlung fernzuhalten. Man unterscheidet verschiedene Verfahren: Vakuumentgasung von Stahl: Gießstrahl-, Pfannen- und Teilmengenbehandlung. Zur Gießstrahlbehandlung zählt man Pfannen-Durchlaufentgasung, Vakuum-Blockguss und Abstichentgasung. Die Pfannenbehandlung umfasst Pfannen-Standentgasung, Vakuumfrischen, Lichbogen-Heizung unter Vakuum, induktives Rühren unter Vakuum (die Beheizung erfolgt dabei unter Luft) und den Induktionsrinneofen. Die Teilmengen-Behandlung gliedert sich in Vakuumumlauf- und Vakuumhebe-Verfahren Vanadium (Vanadin) Chemisches Element, Zeichen: V, Dichte: 6,07 g/cm³. Duktiles, silberweißes Metall. V. im Stahl hat folgende Wirkungen: erhöht Zugfestigkeit, Streckgrenze und Warmfestigkeit; verringert Anlass-Sprödigkeit. Vanadium erzielt ein feinkörniges Gefüge und macht den Stahl unempfindlich gegen Überhitzung. Verkürzung Für die Berechnung der gestreckten Länge eines bestimmten Materials ist die Angabe des Verhaltens der neutralen Faser bei der Kaltverformung wichtig. Nach DIN 6935 steht das Auswandern der neutralen Faser bei einem Blech aus Stahl in einem funktionalen Zusammenhang mit der Profildicke s und dem Biegeradius r. Andere Materialien, wie z. B. Aluminium, besitzen als weitere abhängige Größe einen Öffnungswinkel, der in der Materialverwaltung als Parameter w definiert wird. Allgemein ist das Verhalten der neutralen Faser für einen bestimmten Werkstoff eine Funktion NF = NF(r, s, w). In der DIN 6935 ist die Funktion in expliziter Form aufgeführt. Für den praktischen Gebrauch sind die Funktionswerte für die gebräuchlichsten Werte für r, s, w in Tabellen aufgeführt, zwischen denen notfalls interpoliert werden muss. Für die Berechnung der jeweils gültigen spezifischen Verkürzung können Sie zwischen zwei Berechnungsarten wählen: -Eintrag der spezifischen Werte in eine Tabelle (*Verkürzungstabelle) -Eintrag einer Formel (Formel für den Korrekturfaktor, Berechnungsformel für die Verkürzung) Wir weisen darauf hin, dass es für sinnvoller erachtet wird, als Basis für die Berechnung der Verkürzung die in einer Maßtabelle ermittelten diskreten Werte heranzuziehen. Diese Werte sind genauer als die aus einer allgemeinen Formel abgeleiteten. Verrunden und Fasen einer Blechkante Die Funktion erleichtert das Auswählen der gewünschten Kante. Umständliches Zoomen entfällt. Es genügt, einfach in die Nähe der gewünschten Ecke zu klicken. Die vom Programm ermittelte Ecke wird zur Kontrolle markiert. VIM-Anlage VIM Abk. für Vacuum Induction Melting. Aggregat, in dem Werkstoffe unter geschlossener Atmosphäre umgeschmolzen werden können. Dieser Verfahrensprozess ermöglicht es, extreme Anforderungen an den Reinheitsgrad zu erfüllen. Virtuelles Schlitzen Verwenden Sie die Blech Shelling Funktion dazu, dünnwandige Blechkörper aus Solids abzuleiten. In Kombination mit dem SPI Befehl "Virtuelles Schlitzen" erzeugen Sie komplizierte Blechteile mit einer nie da gewesenen Geschwindigkeit. Schlitzattribute können auch auf ebene Flächen (Plateaus) angewendet werden. Volumenmodell (Mathematische) Beschreibungsmethode eines Bauteils im CAD-System. Vorblock Im Stranggussverfahren aus Rohstahl hergestelltes Vorprodukt für die Erzeugung von Profilstahl. |
W |
Walzstahl-Fertigerzeugnisse
Gewalzte Fertigerzeugnisse in allen Sorten und Gütern, legiert und unlegiert, hergestellt aus Halbzeug. Sie sind das Rohmaterial für die weiterverarbeitende Industrie, die diese ihrerseits vielfach als Halbzeug bezeichnet. Walzwerk Produktionsstätte, die alle Einrichtungen umfasst, die zum Walzen erforderlich sind. Hierzu zählen: Anwärm- und Glühöfen, Walzstraßen, Adjustage. Nach dem Erzeugnis unterscheidet man: Block-W., Halbzeug-W., Profil-W., Blech-W., Bandstahl-W., Draht-W., Rohr-W. Warm(breit)band Warmgewalztes Erzeugnis mit rechteckigem Querschnitt von mindestens 600 mm Breite, das unmittelbar nach dem Walzen zu Rollen (Coils) mit möglichst genau aufeinander liegenden Kanten (uhrfederartig) aufgewickelt wird. Herstellung auf Warm(breit)bandstraßen, überwiegend kontinuierlich in Dicken von 1,5 bis 25,0 mm und Breiten bis 2.000 mm. Warm(breit)band dient als Vormaterial für Fein- und Grobbleche sowie Kalt(breit)band. Warmbreibandstraße Fertigungsstraßen zur Herstellung von Warmbreitband. Vollkontinuierliche Anlagen bestehen aus einem oder mehreren Vorgerüsten sowie einer Fertigstraße mit sieben Fertiggerüsten. Warmfeste Stähle Stähle, die bei Temperaturen bis etwa 540°C gute mechanische Eigenschaften (Zeitdehngrenze, Zeitstandfestigkeit, Relaxationswiderstand) unter Langzeitbeanspruchung aufweisen. (Für höhere Temperaturbeanspruchung: hochwarmfeste Stähle, hitzebeständige Stähle). Nahtlose Stahlrohre aus warmfesten Stählen, Kesselrohre. Warmwalzen Umformverfahren, das im Anschluss an das Urformen (Stranggießen) erfolgt. Das Walzgut (Bramme oder Knüppel) wird im Walzspalt durch Aufbringen von Druck auf eine vorgegebene Dicke reduziert. Infolge des Gesetzes der Volumenkonstanz ergeben sich Längen- und Breitenänderungen. Vor allem die Breitung muss genau kontrolliert werden. Die Abgenzung zwischen Warm- und Kaltwalzen erfolgt durch die Temperatur: Beim Warmwalzen liegt die Walztemperatur immer oberhalb Rekritallisationstemperatur. Dieses Herstellungsverfahren wird vor allem Grobbleche verwendet. Wasserstrahlschneiden Schneiden von Werkstücken mit Materialabtrag durch Aufprall eines energiereichen Wasserstrahls. Wechselcoater Technische Einrichtung zur Beschichtung (Coating) von verzinktem Feinblech mit verschiedenen Farben. Weißblech Verzinntes, kaltgewalztes Feinstblech in Nenndicken von 0,17 bis 0,49 mm, doppeltreduziertes Weißblech von 0,14 bis 0,29 mm aus weichem, unlegiertem Stahl nach DIN EN 10203. Das Aufbringen des Zinns geschieht auf elektrolytischem Weg einseitig oder beidseitig in gleicher oder auch unterschiedlicher Auflagendicke ("differenzverzinnt"). Zinnauflage gestaffelt von 1,0 bis 10 g/m² je Seite. Eine zusätzliche Lackierung kann die Korrosionsbeständigkeit verbessern. Verwendung zum weitaus größten Teil in der Verpackungsindustrie (mit hoher Recycling-Rate!), auch für Haushalts- und Spielwaren. Technische Lieferbedingungen in DIN 10205. Werkzeugstahl Zur Gruppe der Werkzeugstähle zählen Edelstähle mit hoher Härte, hohem Verschleißwiderstand und hoher Zähigkeit, die sich zur Be- und Verarbeitung von Werkstoffen eignen. Sie müssen darüber hinaus eine gute Temperaturwechselbeständigkeit aufweisen. Werkzeugstahl unterteilt sich in Kaltarbeitsstähle (Werkzeugstähle, i.e. unlegierte oder niedrig legierte Sorten für Anwendungen, bei denen die Oberfläche einer Temperatur von weniger als 200°C ausgesetzt wird), Warmarbeitsstähle und Schnellarbeitsstähle. Werkzeugverwaltung SPI stellt eine Werkzeugverwaltung inkl. Werkzeug-Editor zur Verfügung. Dabei handelt es sich wie bei der Materialverwaltung um ein vom CAD-System unabhängiges Modul, in dem Werkzeuge und ihre Parameter eingetragen und verwaltet werden können. Diese Werkzeuge stehen dem Anwender im CAD-System bei der Konstruktion zur Verfügung. Standardmäßig enthält die Werkzeugverwaltung bereits eine vorgegebene Anzahl von Werkzeugen, die je nach Bedarf erweitert oder aber auch gelöscht werden können. WIG (Wolfram-Inertgasschweißen) WIG (Wolfram-Inertgas) Schweißen ist ein Lichtbogenschweißverfahren. Bei diesem Schweißverfahren wird über eine Wolframelektrode ein Lichtbogen erzeugt, der die Schweißstelle auf Schmelztemperatur erhitzt. Die Elektrode selbst wird dabei nicht mit abgebrannt, so dass die Zugabe von Schweißzusatz notwendig wird. Während des Schweißvorgangs wird aus einer Düse ein Edelgas (Argon) zugeblasen. Das Edelgas umschließt die Schweißstelle wie eine Art "Schutzglocke" und schirmt so die Schweißnaht gegen unerwünschte Sauerstoffeinflüsse ab. |
X |
X
Unbekannte in einer Gleichung, Multiplikationszeichen, auch umgangssprachlicher Ausdruck für oft wiederholte Aktionen ("Das habe ich schon x mal ausprobiert"). Häufige Fehlversuche könnten Sie sich unter Umständen sparen, wenn Sie die richtige Software zur Blechkonstruktion verwenden. Sprechen Sie mit SPI: 04102 70 60. |
Y |
Y-Abzweiger, Hosenrohr
Das klassische Hosenrohr: Hauptdurchmesser, Höhe, Nebendurchmesser, Länge, Schweißnaht, Winkel sind die Definitions-Parameter in der SPI Software. Y-Übergang mit parallelen Ausgängen (symmetrischer Y-Abzweiger) werden in der SPI Software über Haupt- und Nebendurchmesser, die Länge sowie den Achsabstand der parallelen Rohre zueinander beschrieben. Ein asymmetrischer Y-Übergang wird in der SPI Software durch die Durchmesser, den Versatz in X- und Y-Richtung sowie die Länge der einzelnen Rohrabschnitte definiert. |
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Z-Profil
Funktion der SPI Software: Diese Funktion erleichtert die Konstruktion und Abwicklung von Z-Profilen. Zähigkeit Die durch Verformung oder eine andere Art der Energieumwandlung bis zum Bruch gespeicherte Arbeit. Zeichnungsaufbereitung Bei einem CAD-Programm, das über ein reines Zeichenwerkzeug hinausgeht, steht die Definition des (Daten-)Modells im Vordergrund. Dieses CAD-Modell bildet die Basis für viele andere Verwendungszwecke, so auch die Zeichnungserstellung und -ausgabe. Die Zeichnungsaufbereitung umfasst die Aufbereitung des rechnerinternen CAD-Modells in die Darstellungsform, die für eine technische Zeichnung erforderlich ist. Da sich das Medium "Papierzeichnung" vom Informationsgehalt und von der Art und Weise wie die darauf enthaltenen Informationen interpretiert und weiterverarbeitet werden grundsätzlich vom Medium "EDV-Datei" unterscheidet, ist eine Aufbereitung grundsätzlich erforderlich. Das Modell muß in eine den Zeichnungsnormen entsprechende Darstellungsform gebracht werden. Bemaßung, Beschriftung und technische Symbolik zur exakten Beschreibung des dargestellten Bauteils sind zu ergänzen. Üblicherweise wird die Zeichnung mit einem Schriftfeld versehen. Zwischen den am Markt befindlichen CAD-Programmen gibt es erhebliche Unterschiede beim Ablauf sowie bei der Art und Weise der Zeichnungsaufbereitung. Hinzu kommt, dass sich hier Funktionsumfang und Komfort von CAD-Programm zu CAD-Programm unterscheiden. Während bei dem einen Programm die Zeichnungsansichten, Bemaßung, Schraffur, technologische Angaben sowie Verwaltungsinformationen (Schriftfeldangaben) aus dem Modell automatisch oder halbautomatisch abgeleitet werden, müssen diese Arbeitsabläufe bei einem anderen System interaktiv vom Anwender durchgeführt werden. Wichtige Aspekte für die die Zeichnungserstellung und -ausgabe: - Darstellung der Bauteilansichten in unterschiedlichen Maßstäben - Explosionszeichnungen - Verfügbarkeit/ Einhaltung der gängigen Zeichnungsnormen - automatisierte Ableitung der Ansichten / Schnitte aus dem Modell Zerspanbarkeit Veraltet für Spanbarkeit, ist die Eigenschaft eines Werkstoffs, sich unter gegebenen Bedingungen spanend bearbeiten zu lassen. Jeder Werkstoff muss im Hinblick auf sein Spanverhalten bei unterschiedlichen Bearbeitungen (Bohren, Drehen, Fräsen, usw.) untersucht werden. Allgemein spricht man von einer guten Spanbarkeit, wenn: - die Spankraft klein ist, - die Schneide lange scharf bleibt, - in kurzer Zeit ein großes Spanvolumen erzeugt wird, - die erzielte Oberfläche gut und - die Spanform günstig ist. Wesentlichen Einfluss auf die Spanbarkeit haben die Spanbedingungen: Schneidengeometrie, Schneidstoff, Schnittgeschwindigkeit, Vorschub, usw. Es ist darum nicht möglich, die Spanbarkeit durch eine Kennzahl auszudrücken. Häufig wird als Merkmal für die Spanbarkeit eines Werkstoffes die Standzeit des Werkzeuges genannt. Automatenstähle z.B. besitzen auf Grund ihres definierten Schwefel- und Phosphorgehaltes gute Spannungseigenschaften. Ziehen Kaltumformverfahren, das den verschiedensten Zwecken dienen kann. Verringern von Durchmessern und Wanddicken, Verbesserung der Oberflächenqualität oder der Festigkeit, Verbesserung der Maßtoleranzen, Ausbildung der Profilform. Man unterscheidet Stangen-, Rohr- und Drahtziehen. Das Ziehgut wird mit axial angreifender Kraft durch ein formgebendes Werkzeug (Matrize, Ziehdüse, Ziehhol) gezogen. Die Anzahl der erforderlichen Züge richtet sich nach dem Anfangsquerschnitt. Evtl. ist Zwischenglühen notwendig. Unerlässlich vor dem Ziehen sind eine gründliche Reinigung der Ziehgut-Oberfläche durch Beizen oder Strahlentzundern, eine gute Schmierung und ausreichende Kühlung des Ziehwerkzeuges während der Arbeit. Kaltumform-Verfahren für Blechteile (Abstreckziehen, Streckziehen, Tiefziehen). Warmziehen: nahtlose Rohre (Rohrherstellung). Zugfestigkeit Maximum der Spannungs-Dehnungs-Kurve, die im Zugversuch ermittelt wird. Errechnet sich aus dem Quotient aus der maximalen Zugkraft und dem Ausgangsquerschnitt der Probe. Maßeinheit: N/mm². |